FANTASY-SERIE VON JEANNINE GILL (7E, WEBOG AG)

Symbolbild. Abb.: gemeinfrei

Den Mitgliedern der Schulgmeinschaft des CJD Oberuff steht CJD-UPDATE für eine Veröffentlichung eigener künstlerischer Werke zur Verfügung, dazu gehören auch literarische Versuche. Junior-Onlineredakteurin Jeannine stellt nachfolgend eine Horror-Kurzgeschichte vor.

Die Silhouette ihrer Albträume

Der schwarze Schatten kam immer näher, und sobald sie ihre eisblauen Augen auf den Schatten wendete, schwankte er in eine andere Richtung. Der eigentlich schwarze Schatten nahm immer mehr Form an und gleitete als Siluette, mit unzähligen „Armen“, die dem Anschein nach, immer länger wurden, durch den Raum, von der einen Zimmerecke zur anderen. Sie, die 14-jährige Kristina, aber konnte sich nicht bewegen. Ihr Körper fesselte sie und ließ nur ihre wunderschönen, eisblauen Augen, in der sich ihre Angst wiederspiegeln konnte, der schwarzen Silhouette folgen. Kristina musste fassungslos zusehen, wie sich die Silhouette ihr näherte und die kalten Klauen um sie schlug. Sie wollte schreien, doch sie konnte nicht. Ihre Gliedmaßen fühlten sich wie versteinert an, doch zu ihrem Glück schaltete sich der Wecker ein. Eines ihrer Lieblingslieder einer Band füllte den Raum. Die Silhouette wurde zu leichtem Nebel und verblasste immer mehr. Sie konnte ihren Körper wieder bewegen.

Kristina, das junge, nette Mädchen, musste so einen Horrortrip täglich durchmachen. Täglich, jede Nacht, wurde sie in ihrem eigenen Körper gefesselt und musste zusehen, wie eine ihrer größten Ängste, sie quälte. Sie war der Meinung, niemand würde ihr ihre Geschichten glauben. Sie fühlte sich, obwohl sie sehr beliebt war, zwei große Schwestern hatte und eigentlich immer jemand bei ihr war, dennoch allein gelassen, da sie keinen Mut dazu fassen konnte, mit jemandem zu reden. Sie zog sich immer mehr zurück und stellte sich täglich den Fragen, ob das, was sie täglich in der Nacht durchmacht, nur Albträume sind oder ob diese Gestalten ihrer Angst, real sind? (Fortsetzung folgt)

(Teaser/Gestaltung: Andreas Bubrowski)