Wenn es Welpen zu bunt treiben, können sie mit einem schmerzhaften Biss der Hundemama rechnen. Die Kleinen werden dann aufjaulen, es vielleicht noch einmal probieren, dann aber irgendwann lassen, die Mama zu ärgern.

Tracht Prügel in den 1930er Jahren. Foto: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 183-R79742

In der Erziehung von Kindern und Jugendlichen geht es ähnlich zu. Nur dass „Beißen“, also körperliche Strafen, heutzutage aus gutem Grund verpönt sind. Und doch hat eine aktuelle Umfrage ergeben, dass zumindest der „Klaps auf den Po“ noch zu den aktiven Strafmaßnahmen gehört, bei knapp fünf Prozent der Befragten. Wie werden Schüler der Christophorusschule Ober­urff daheim so bestraft? Ein nicht repräsentatives Voting.

Die drei am meisten angewandten Strafen

  • Computer- und/oder Internetverbot
    (28%, 125 Stimme/n)
  • Fernsehverbot
    (16%, 74 Stimme/n)
  • Hausarrest oder Ausgehverbot
    (15%, 66 Stimme/n)
  • Entzug von Taschengeld
    (10%, 43 Stimme/n)
  • Strafarbeiten
    (9%, 40 Stimme/n)
  • Ohrfeige
    (7%, 31 Stimme/n)
  • Klaps auf den Po
    (6%, 26 Stimme/n)
  • früher ins Bett
    (6%, 25 Stimme/n)
  • Hobby-Verbot
    (3%, 12 Stimme/n)
  • Verbot von Süßigkeiten
    (2%, 9 Stimme/n)

Abstimmende insgesamt: 197

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In einer Umfrage der AOK Hessen im Rahmen einer Familienstudie ging es unter anderem um die Frage, wie Eltern ihre Kinder am häufigsten bestrafen. Spitzenreiter ist dabei Fernsehverbot: 56,2 Prozent. Bemerkens­wert ist, dass laut Studie sich zwar die meisten ELtern gegen körperliche Strafen aussprechen, aber knapp 60 Prozent sehr wohl bereits Ohrfeigen oder einen Klaps auf den Po ausgeteilt haben. ANDREAS BUBROWSKI

Linksunten: AOK Hessen – Familienumfrage 2011 hm.png