VON FATIME MARANKOZ UND KERSTIN WIESEMANN (Jahrgangsstufe 12)

Nachdem unsere Vorbereitungen für Trier durch eine Präsentation zur Stadtgeschichte von Augusta Treverorum erfolgreich abgeschlossen waren, begann unsere Studienfahrt am Donnerstag, den 11. April, gegen 08.00 Uhr in Oberurff. Dank der gut gelaunten Lehrer und Schüler wurde die Hinfahrt keineswegs langweilig. Durch die nette Stimmung im Auto vergingen die circa drei Stunden Fahrt wie im Fluge.

Studienfahrt der Lateiner der Jahrgangsstufe 12 - 2013. Foto: privat
Studienfahrt der Lateiner der Jahrgangsstufe 12 – 20131. Foto: privat

Nachdem wir in Trier das Jugendgästehaus Warsberger Hof erreicht hatten, nahmen wir zunächst die Ladenkapazitäten unter die Lupe und prägten uns verschiedene Treffpunkte ein, etwa den Marktplatz und den Dom, welchen man von fast überall sehen konnte. Auf diese zunächst kurze Erkundungstour in Trier folgte dann gegen Nachmittag das Beziehen der Zimmer, an denen wirklich nichts auszusetzen war.

Sarkophage mit menschlichen Knochen

Als nächster Punkt der Tagesordnung folgten Referate zu Frankenturm, Rotem Haus, Steipe, St. Gangolf, Marktkreuz, Petribrunnen, Judenviertel und Dreikönigenhaus, die jeweils direkt vor Ort vorgetragen wurden. Hiernach ging es direkt weiter zur Porta Nigra und St. Paulin. Auch hier gab es selbstverständlich Referate in Verbindung mit Besichtigungen. Ein weiteres und besonders interessantes Ziel war St. Maximin (Fremdführung). Man erfuhr viel, auch wenn sich nicht jeder im Untergrund bei den zahlreichen Sarkophagen, in denen sogar noch menschliche Knochen zu sehen waren, wohl fühlte.

Auf Besichtigungstour. Foto: privat
Auf Besichtigungstour. Foto: privat

Als ein Highlight in Trier galt die am Abend stattfindende Erlebnisführung samt Weinprobe mit D. Hechler: Unter den Mauern von Trier. Manch wohlschmeckendes Tröpfchen durften wir hier kosten. Danach hatten wir in kleinen Gruppen die freie Wahl zur Abendgestaltung. Das schlechte Wetter hielt uns auch am Freitag nicht davon ab, die Fahrt zu genießen. Der zweite Tag begann um 8.30 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Bereits um 9.00 Uhr begaben wir uns bei regnerischem Wetter zum Dom. Die von uns vorgefertigten Referate wurden vor Ort gehalten und wir hatten die Möglichkeit, den Dom näher zu betrachten.

Wegen eines Gottesdienstes konnten wir uns nur kurz und leise umschauen und informieren. Anschließend besuchten wir das Bischöfliche Dom- und Diözesan­museum. Dort bekamen wir dank einer Führung einen tieferen Einblick in die Geschichte Triers. Gemeinsam betrachteten wir Skulpturen und Wand­malereien. Dabei wurde auch über die Bedeutung einer Wand­malerei, die aus der Gräberanlage unter St. Maximin stammt, diskutiert und neue Ideen eingebracht. Über die richtige Übersetzung mancher lateinischer Worte, die aus den Abkürzungen herausgelesen werden mussten, war sich noch nicht einmal die Führungsleiterin selbst bewusst. Nach der Besichtigung des Museums legten wir eine Mittagspause ein, welche wir in kleinen Gruppen nutzten.

Nachmittags bewunderten wir den schönen Kurfürstenpark, wo es ein paar Sonnenstrahlen ermöglichten, unsere Referate im Freien zu hören. Die konstantinische Palastaula konnten wir uns nicht nur von innen anschauen, sondern wir hatten auch die Möglichkeit, die Gänge im Keller samt einigen archäologischen Funden zu besichtigen. Nach einer umfangreichen Erkundung der Konstantinbasilika besuchten wir mit immer besser werdenden Wetter das Wohnhaus von Karl Marx, die Römerbrücke, die Barbarathermen und das Amphitheater. Im Amphitheater erwartete uns ein spannendes Schauspiel. Wir bekamen einen starken Eindruck von den damaligen Lebensumständen und fühlten uns wie mitten in einem Gladiatorenkampf, als der Gladiator Valerius uns auf eine Reise in die antike Arena mitnahm. Nach diesen zahlreichen Besichtigungen hatten wir die Möglichkeit, die Trierer Innenstadt eingehender zu erkunden. In einer gemütlichen Bar ließen wir gemeinsam den Abend ausklingen.

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Trotz der Erschöpfung waren wir am Samstag bereits um 10.00 Uhr in der Liebfrauenkirche. Die Liebfrauenkirche durften wir von innen betrachten, auch hier wurden wir durch ein Referat über Geschichte und Baukunst informiert. Als letzte Programmpunkte folgten die Kaiserthermen und die Viehmarktthermen, wo wir bei einer Videovorführung viel über die damalige Bäderkultur erfuhren. Nach den Besichtigungen bekamen wir noch die Möglichkeit, Andenken aus Trier für uns, Familie oder Freunde zu besorgen. Die Rückfahrt war im Gegensatz zur Hinfahrt viel ruhiger, da wir entgangenen Schlaf nachholten oder mittels Kopfhörer Musik hörten. Alles in allem war es eine gelungene und lehrreiche Fahrt mit netten Lehrern. Außerdem haben sich die beiden Kurse sehr gut verstanden! Allerdings sollte erwähnt werden, dass die Zeit viel zu schnell vorüberging!

(Gestaltung: BUB)

  1. Die Verfasserinnen 3. und 7. v. li. (Kerstin und Fatime)