REISEBERICHT VON GABI KOTHE-GRUNEWALD

Sommerferien 2021 im Internat
Sommerferien 2021 im Internat.

Am 26. Juli startete ein kleine Gruppe von sieben Internatsschülern und zwei Betreuerinnen zu einer Tour Richtung Bodensee. Unser Ziel: das Deggenhausertal, etwa zwanzig Kilometer von Friedrichshafen entfernt. Nach sechs Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel, ein Selbstversorgerhaus, mitten im Wald gelegen. Der erste Tag war somit mit der Anreise und dem Einrichten ausgefüllt.

Es war für jeden etwas dabei

Am zweiten Tag führte uns unser Vorhaben zum Affenberg nach Salem. Hierbei handelt es sich um Deutschlands größtes Affenfreigehege, in dem etwa 200 Berberaffen auf einem über zwanzig Hektar großen Waldgebiet leben. Das Besondere daran ist, dass die Besucher auf angelegten Waldwegen durch den naturbelassenen Wald gehen können. Hier hat sich für uns die Frage gestellt: wer wen beobachtet hat, wir die Affen oder die Affen uns? Faszinierend war, auf eine dort lebende Kolonie von Weißstörchen zu treffen. Am Nachmittag ging es mit der Autofähre hinüber nach Konstanz, wo wir die malerische Altstadt bewundern konnten.

Am dritten Tag machten wir einen Abstecher nach Dornbirn, das schon in Österreich liegt. Dort erkundeten wir die Shoppingmöglichkeiten. Auf dem Rückweg fuhren wir über Friedrichshafen. Dort, am Ufer des Bodensees, angekommen, wurde der Plan geschmiedet, am nächsten Tag in die Schweiz zu fahren. Am vierten Tag setzten wir unser Vorhaben in die Tat um und fuhren, wieder mit der Fähre, über den Bodensee nach Romanshorn. Hier ergab sich die Möglichkeit, im Bodensee schwimmen zu gehen. Am Abend des gleichen Tages, der zudem unsere letzter war, hatten wir noch einen ungewollten Feuerwehreinsatz am Haus, ausgelöst durch einen Fehlalarm. Mit anderen Worten – es war für jeden etwas dabei. Der 30. Juli stand im Zeichen einer frühen Abreise und nach achtstündiger Fahrt erreichten wir Oberurff.

Aus pädagogischer Sicht hatten wir noch unser ganz spezielles Erlebnis. Am Abend des dritten Tages, wie schon erwähnt – die Unterkunft lag mitten im Wald, ohne WLAN und Fernseher – liefen unsere Schüler bei einem von ihnen initiierten Spieleabend zu Hochtouren auf. Sie zeigten in ungeahntem Maße Witz, Kreativität und Spielfreude pur. Gerade dieses Erlebnis lässt uns, trotz immer noch Corona im Nacken, positiv in das neue Schuljahr blicken.

(Gestaltung: Andreas Bubrowski)