VON JEANINNE GILL, WEBLOG AG/ONLINEREDAKTION, 7E

Hängebrücke bei Guttannen/Schweiz. Foto: privat

Junior-Onlineredakteure auf Achse – Ende Mai 2019, fuhr ich zusammen mit meiner Tante, meinem Onkel, meiner Oma und meinem zweijährigen Cousin in die Schweiz. Ich wurde ganz spontan und kurzfristig dazu eingeladen, mitzufahren, da mein anderer Onkel, welcher mitfahren sollte, abgesagt hatte. Ich hatte also genau einen Abend Zeit, meinen Koffer für den Wochenendtrip zu packen.

Seinen zukünftigen Ehemann sehen

Mein Onkel holte mich am Freitag von der Schule ab, ich holte meine Sachen und los ging es auch schon. Unser Haus, welches wir gemietet hatten, stand in einem kleinen Dorf auf einem hohen Berg (Gemeinde Guttannen), allerdings führten nur gewisse Passstraßen nach oben, welche natürlich aufgrund von Lawinen- und Steinfallgefahr gesperrt waren. Nach einem Telefonat mit dem Vermieter des Hauses stellte sich heraus, dass wir den sogenannten „Furkapass“ hätten nehmen müssen, für welchen wir abr 20 Minuten zu spät ankamen. Dieser „Furkapass“ ist ein Zugstrecke, der dein Auto und die Personen durch den Berg fährt, bei dem die Straßen gesperrt sind. Wir fuhren dann noch den Rest der Nacht durch ein kleines, italienischsprachiges Dorf und suchten den Bahnhof, wo der nächste Zug um sechs Uhr morgens fahren sollte. Diesen nahmen wir dann und kamen schließlich um ungefähr sieben Uhr morgens in unserem Haus an. Es standen um unser Haus herum sehr viele, alte Häuser und Scheunen, welche noch aus dem 17. bis 18. Jahrhundert stammten.

Furkapass/Schweiz

Nachdem wir uns dann noch in unserem Haus ausgeschlafen hatten, fuhren wir zu einer langen Hängebrücke, welche sich in der Nähe unseres Dorfes befand. Sie war an der höchsten Stelle 92 Meter hoch, ungefähr 280 Meter lang und 140 Zentimeter breit. Sie bot einen unglaublich schönen Ausblick mit einem atemberaubenden Blick in die Tiefe. Nachdem wir sie überquerten, gingen wir noch ein wenig spazieren und besichtigten eine alte katholische Kapelle. Der Rest des Samstags wurde damit verbracht, bei unserem Haus zu grillen und ein wenig die Gegend zu erkunden. Sonntags wachten wir besonders früh auf, da dies bereits unser letzter Tag war und wir diesen noch gut ausnutzen wollten. Wir packten unsere Koffer und fuhren durch verschiedene Orte, wo man mit Gondeln die Berge hoch fahren und einen Blick auf einen riesigen Gletscher hätte haben können. Wir entschieden uns dann aber schließlich dagegen, vor allem, weil dieser Tag sehr nebelig war und wir aufgrund dessen keinen guten Blick auf den Gletscher gehabt hätten.

Wir fuhren also zu einer anderen Attraktion: Lac Souterrain, dem mit 6’000 Quadratmetern größten bekannten unterirdische See Europas. Dort wurde französisch und auch deutsch gesprochen. Wir stiegen nach kurzem Warten in ein kleines Boot, zusammen mit ungefähr 20 anderen Leuten, und wurden von einem sehr netten Führer begleitet. Er erzählte von der Entstehung, der Qualität und von den Sagen des Sees – zuerst auf französisch und danach übersetzt auf deutsch (besonders interessant fand ich die Sage, die davon erzählte, dass vor vielen Jahren Frauen, die in das Wasser des Sees schauten, ihren zukünftigen Ehemann sehen konnten). Nach dieser Führung besonderer Art fuhren wir wieder heim nach Deutschland. Die Rückfahrt verging problemlos und im Großen und Ganzen fand ich diesen spontanen und kurzen Ausflug sehr schön und aufregend, vor allem, da ich vorher noch nie in der Schweiz war.

(Gestaltung: BUB)