Mitarbeiter der WEBLOG AG inspizieren den Netzwerkschrank des schuleigenen Intrantes. Foto: D. Ruhwedel/CJD Oberurff
Mitarbeiter der WEBLOG AG inspizieren den Netzwerkschrank des schuleigenen Intrantes. Foto: D. Ruhwedel/CJD Oberurff

Schon seit 2005 gibt es an unsere Schule eine digitale Schülerzeitung, also zwei Jahre vor dem ersten iPhone! Damals war das Aufrufen komplexer Internetseiten noch ein Geduldsspiel. Ein halbes Jahrzehnt später erfolgte auf unsere Schule der Neubau der Gebäudekomplexe Chemie, Biologie und Physik, dabei wurden neben konventionellen Tafeln Smartboards installiert. In den meisten anderen Räumen gibt es Beamer mit Leinwand. Diese neuen Technologien ermöglichen eine andere Art des Unterrichts.

Keine Angst vor digitalen Möglichkeiten

Hausarbeiten können nun statt mit Stift und Papier digital auf Microsofts Word, Apples Pages oder auf dem kostenlosen Open Office der Document Foundation erarbeitet werden. Präsentationen erstellt man nun auf PowerPoint oder Keynote statt auf einem Plakat, wobei die Grundlage einer jeder Recherche nicht mehr das physische Lexikon ist, sondern das Internet, eine scheinbar unerschöpfliche Quelle der Informationen, des Wissens und der Möglichkeiten. Als Tor zu den digitalen Medien dienen während der Schulzeit neben den eigenen Handy oder Laptop die Smartboards, schuleigene iPads, Laptops und PCs. Aber auch das dezentralisierte Lernen und Arbeiten in der Freizeit ermöglicht ein neues Maß der Produktivität. So kann man Vokabeln heute via App überall, sei es im Bus, beim Einkaufen oder im Wartezimmer des Zahnarztes, lernen. Zumindest wenn man das für sich als sinnvoll erachtet. Die einzige Grenze bildet da oft das mobile Internet, da gerade auf dem Land statt 4G oft nur „E“ empfangen wird. So hat der Verfasser auf seinem 30-minütigem Schulweg mit dem Schulbus maximal zehn Minuten 4G! Im schlimmsten Fall ermöglicht ein Kupferkabel selbst daheim oder in der Schule nur minimale Datenraten, denn Glasfaser ist auch für Schulen häufig kein Standard, sondern vielmehr noch eine infrastrukturelle Besonderheit. An unsererr Schule aber wächst die Hoffnung: aktuell finden Verlegungsarbeiten für Glasfaserkabel statt.


Whiteboards im Biologieunterricht © cjdupdate/YouTube

Die Digitalisierung ist ein wunderbares Hilfsmittel und eine großartige Ergänzung im Präsenzunterricht, um Inhalte schneller, besser und flexibler zu erarbeiten und auf einem neuen Level darzustellen. Andererseits: ein Bildschirm kann nicht die sozialen Komponenten eines Präsenzunterrichtes, in dem wir von Angesicht zu Angesicht miteinander interagieren, ersetzen. Auch kann man Dinge am Monitor nicht spüren und berühren. Digitales ist und bleibt „Scheinbares“. Trotzdem ist die Digitalisierung in der Schule eine Chance und ein gutes Werkzeug. Also sollten wir keine Angst vor digitalen Möglichkeiten haben, sondern sie einfach nutzen – überall, wo es sinnvoll ist. DENNIS RUHWEDEL