VON EVA FRIEDRICH

CO2-Komprimierer in Liebigs Privatlabor. Symbolfot: Terabyte, 24. Mail 2004 im Liebig-Museum, Gießen, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9566058

Das Liebig-Laboratorium in Gießen, Teil eines der berühmtesten Museen der Welt, war im Dezember Ziel eines Lehrausfluges des Chemie-Leistungskurses der Jahrgangsstufe 13 unserer Schule. Die Schüler waren der Einladung des Museums gefolgt, sich einen Eindruck zu verschaffen vom Wirken des großen Chemikers Justus von Liebig (1802-1873), der den Grundstein legte für die moderne Chemie.

Motivation für ein Studium der Naturwissenschaften stärken

Experimentalvortrag mit Eberhard Theophels. Foto: E. Friedrich/CJD Oberurff

Während damals die Chemiestudenten in dem historischen Hörsaal den Vorlesungen ihres Professors aufmerksam lauschten, verfolgten an diesem Tag die Oberurffer Schüler den farbenfrohen, teils explosiven Experimentalvortrag Eberhard Theophels. Die Experimentierkunst des pensionierten Chemielehrers, der wie zu Liebigs Zeiten in Frack und Fliege experimentierte, beeindruckte die Besucher. Mit großem Interesse verfolgten sie auch den beruflichen Werdegang eines bereits zu Lebzeiten international angesehenen Chemikers, der weder die Schule noch seine Apothekerlehre abschloss, sich aber mit 16 Jahren bereits das ganze Chemiewissen seiner Zeit angeeignet hatte und schon mit 21 Jahren seine Tätigkeit als Professor in Gießen aufnahm. Nach dem anschließenden Rundgang durch die historischen Museumsräume machte sich die Schülergruppe auf den Weg, um vor der Rückfahrt nach Oberurff die Stadt zu erkunden.

Liebig-Museum, Liebigstraße 12, 35390 Gießen

In einem Abschlussgespräch mit der Verfasserin und begleitenden Lehrkraft, bescheinigte Theophel den Schülern Neugier, Beobachtungsgabe und Kombinationsfähigkeit, wesentliche Voraussetzungen für naturwissenschaftliches Arbeiten und verband damit die Hoffnung, die Motivation für ein Studium oder eine Ausbildung im Bereich der Naturwissenschaften, besonders der Chemie, gestärkt zu haben.

(Gestaltung: BUB)