Kurz vor Beginn des Gottestdienstes
in Bad Zwesten.
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Sind wir eine „geschlosse­ne Gesellschaft“ oder vertragen und tolerieren wir auch Außenseiter und Andersdenkende? Um dieses Thema ging es bei den Gottesdiensten zum Buß- und Bettag, der von Schülern, Eltern, Lehrern und Internatsmitarbeitern wahlweise in Bad Zwesten, Jesberg, Oberurff, Zimmersrode oder Kleinenglis besucht werden konnte. Bis auf den letzten Platz besetzt war zum Beispiel die kleine Kirche in Oberurff. „Singt alle mit und macht alle mit“, forderte Schulpfarrer Hans Walther Reeh mit Erfolg die Anwesenden auf, „der Gottesdienst lebt davon.“

Eindrücke vom Gottestdienst in Bad Zwesten. (*)

Mit anderen Religionslehrern und Schülern der Jahrgangsstufen neun und 13 hatte er kleine Rollenspiele, auf Jugendliche zugeschnittene Fürbitten und sogar einen Rap (Wann reißt der Himmel auf?) vorbereitet, und natür­lich kam auch der gemeinsame Gesang mit Gitarrenbegleitung nicht zu kurz. Somebody’s knocking at your door summte so mancher Internatsschüler auf dem Nachhauseweg – die Botschaft des Tages hatte ihn ganz offensichtlich erreicht. Die Kollekte wird in diesem Jahr für ein Schulprojekt verwendet. Geplant ist ein Haus der Stille, in dem jeder zu sich selbst kommen kann.

(*) Text: Marise Moniac, Bild/Gestaltung: Andreas Bubrowski