Von Hannah Schröder (Klasse 9a)

Trachtenvielfalt
Trachtenvielfalt

Friedrichroda/Finsterbergen, Partnerstadt von Bad Zwesten – Am Samstag (18. Juni 2016) trafen sich vier Violonistinnen unserer Schule morgens am Musischen Pavillon. Zusammen mit Musiklehrer Theoe Vestweber und unserer Geigenlehrerin Annett Meyer-Kaczorowski haben wir uns in einem kleinen CJD-Bus auf den Weg gemacht. Ziel war das märchenhafte Finsterbergen, ein thüringischer Ortsteil mit 1500 Einwohnern, der seine 875 Jahrfeier an diesem Tag begehen wollte.

Zuschauer fanden unsere Fidle- und Folkstücke so schön, dass sie trotz Regen blieben

Die Partnerstadt hatte in Bad Zwesten angefragt, ob wir einen Beitrag an diesem Tag einbringen können. Nach zwei Stunden Fahrt und Anweisungen diverser Feuerwehrmänner, verloren wir zunächst gänzlich die Orientierung im Ort, fanden dann aber doch die Bühne und konnten uns noch etwas umschauen. Eine kleine Tribüne war in der Mitte des Dorfplatzes errichtet, auf der gerade eine Bläsergruppe lustiger Männer in witzigen Uniformen spielte. Weiterhin hatte man Tische, Bänke und verschiedene Stände liebevoll aufgebaut. Als Augenweide empfanden wir die vielen Trachtenvereine und die Oldtimer Ausstellung mit den verschiedensten Autos und auch größeren Fahrzeugen.

Schließlich hatten wir um ein Uhr unseren Auftritt, zu dem wir von der netten Frau Mahr aus Finsterbergen angesagt wurden. Während wir unser Bestes gaben, entschied sich das Wetter, nicht mehr mitzuspielen, aber die Zuschauer fanden unsere Fidle- und Folkstücke so schön, dass trotz des Regens fast alle blieben. Nach dem Auftritt hatten wir noch zwei Stunden Zeit, das Fest zu genießen. So hatten wir zum Beispiel viel Freude bei den Mundharmonika-Spielern der Grundschule Friedrichroda und beim Einlösen unserer Essensgutscheine, die uns der Bürgermeister als Dankeschön zukommen ließ.

Friedrichroda und Finsterbergen

Unsere Geigenlehrerin hatte ja schon die Thüringer Bratwurst angepriesen und damit nicht zu viel versprochen. Am Ende sahen wir, dass es das Wetter zuvor eigentlich gut mit uns meinte, denn dann kam schlagartig der richtige Wolkenbruch mit Hagel, Platscheregen und Gewitter. Die Lehrer hatten plötzlich statt Kaffee Eiskaffee. Durchnässt aber froh gelaunt, stiegen wir wieder in den kleinen CJD-Bus ein und fuhren zurück nach Oberurff. Kurz vor unserer Ankunft machten wir noch einmal Halt an der Eisdiele in Homberg – bei Sonnenschein.

(Gestaltung: Andreas Bubrowski)