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Love, Pray, Read: nur Internats-AG – oder mehr?

Von Simone Eisenacher

Love-Prey-Read-AG. Foto: privat

Seit den Sommerferien 2016 findet immer mittwochs von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr die besagte Internats-AG statt. Gemeinsam lesen wir in der Bibel und überlegen, ob diese Texte etwas mit dem heutigen Leben zu tun haben oder nur komplett eingestaubte Vorstellungen enthalten. Hier entstanden schon hitzige Diskussionen über viele unterschiedliche Themen, wie z.B. Was sagt die Bibel über Engel? Welche Rolle spielt der Heilige Geist heutzutage? Wenn Gott wüsste, dass der Teufel rebellieren würde, warum hat er ihn geschaffen?

Besuch der Jugendveranstaltung JESUSHOUSE

Neben dem spannenden Austausch beten wir auch gemeinsam. Hier geht es nicht darum, was andere von einem hören wollen. Jeder darf sein Anliegen einbringen, ob es das kranke Haustier, das aktuelle Weltgeschehen oder die anstehende Mathearbeit betrifft, wird individuell entschieden. Um den Abend aufzulockern, singen wir zusammen Lieder. –Keine Angst – nicht die, die wir aus dem Sonntagsgottesdienst kennen! –sondern moderne Songs mit christlichen Botschaften. Hier ein Beispiel:

Eine Besonderheit unserer AG war der Besuch der Jugendveranstaltung JESUSHOUSE, welche vom 20. Februar bis 2. April 2017 an 250 Orten stattfand. Vom 7. bis 11. März 2017 wurden die Jugendveranstaltungen aus Wien in unterschiedliche Kirchen und Gemeinden übertragen, so auch in die FEG Bad Zwesten. Die Wohnzimmerathmosphäre mit Chips und anderen Knabbereien lockten am ersten Abend ca. 50 Jugendliche an. Klara Ettlinger, Joanna Schupp und Pauline aus dem Schloss waren auch dabei. Erste Reaktionen waren: „Cool, das hat Spaß gemacht“ „Ich fand das Programm richtig gut!“ „Das soll es nochmal geben“ „Es ist schön, Leute kennenzulernen, die auch Glauben und mit ihnen Gemeinschaft zu haben!“ „Die persönlichen Zeugnisse und Schicksalsberichte fand ich sehr bereichernd und sehr hilfreich für mein weiteres Leben“ „Ich fand das Gebetsteam toll und das Angebot, Jesus im Herzen aufzunehmen.“ Aufgrund der positiven Rückmeldungen besuchten wir auf Wunsch der Mädels JESUSHOUSE noch an drei weiteren Abenden. Aber was ist JESUSHOUSE überhaupt?

JESUSHOUSE sind Veranstaltungen für Jugendliche und junge Erwachsene. Dort geht es um Gott, die Bibel und was das mit deinem Leben zu tun hat. Hier wird das Evangelium verkündigt, so dass jeder einen Zugang dazu finden kann, wenn er möchte. Genau genommen bedeutet Evangelium, die gute Botschaft, also etwas Schönes erzählen. Ein kurzer Ausflug in die Antike erklärt dies noch besser. Dort hat das Wort Evangelium seinen Ursprung. Es wurde immer dann genutzt, wenn dem Kaiser etwas Gutes passiert ist, z.B. eine Krönung oder Geburt eines Erben usw. So nutzten vor allem Paulus und Lukas (neue Testament) diesen Begriff um klar zu stellen, wie wichtig Jesus ist. Bei ihnen ist „die gute Botschaft“ verkündigen zusätzlich noch eng mit dem Lebensstil und der eigenen Persönlichkeit verbunden. Wer die gute Botschaft von JESUSHOUSE verpasst hat, aber neugierig geworden ist, kann sich die Veranstaltungen unter JESUSHOUSE Livestream jederzeit anschauen.

Wozu solche „Großveranstaltungen“? Oder wie das in die heutige Gesellschaft transportieren? Überall gibt es Christen, aber woran erkennt man sie? Oder welche Räume muss man schaffen, damit ein Austausch möglich ist? Die spontane Reaktion „Es ist schön, Leute kennenzulernen, die auch Glauben und mit ihnen Gemeinschaft zu haben!“ zeigt, dass es gut ist, zu sehen, wie sich andere auch noch für die Bibel interessieren. So ist auch unsere AG entstanden. Suchst du auch Kontakt zu anderen Christen oder möchtest dich engagieren? Dann sprecht uns einfach an, dann kann unser Kreis wachsen oder wir können Projekte gemeinsam organisieren! (Kontakt zur Verfasserin: s.eisenacher@christophorusschule-oberurff.de)

Noch ein Gedankenanstoß für Jedermann:

Es gibt keine Situation, zu der wir uns nicht verhalten können. Als Christ können wir einen Unterschied in jeder Situation machen. Manchmal sind wir nur etwas ungeübt darin und wissen nicht recht, was wir sagen oder wie wir uns verhalten sollen, und darum schauen wir oft eher weg. Jesus ermutigt uns, hinzuschauen. Ein erster Schritt ist, einfach nur zu beobachten:

• Was nehmen wir wahr?
• Wie geht es uns damit?
• Was könnten wir tun, um Einfluss auf diese Situation zu nehmen?

Und dann können wir beten. Wir können Jesus alles sagen. Das muss nicht gut klingen, wir dürfen uns wiederholen und korrigieren. Alles ist ok! Wichtig ist, mit Jesus darüber zu reden. Wir können ihn in die jeweilige Situation einladen. Und den Heiligen Geist bitten, mit seiner Kraft einzugreifen und Veränderung herbeizuführen. Und wenn wir mutig sind, können wir auch dafür beten, dass er uns Ideen schenkt, wie wir uns dazu verhalten können. Vielleicht fällt uns etwas beim Beten ein, vielleicht auch schon vorher. Und auch wenn es uns nur wenig erscheint oder wir denken, dass es kaum eine Veränderung herbeiführen kann: Wagen wir diesen ersten Schritt. Und schauen mal, was passiert, wenn wir…

• einer traurigen Person den Arm um die Schulter legen
• uns zu einem einsamen Menschen stellen
• wir einer Person anbieten, für sie zu beten
• Partei für denjenigen ergreifen, der gemobbt wird
• offen sagen, dass wir etwas nicht in Ordnung finden
• Verantwortung übernehmen

Die Schule bzw. die Uni ist ein besonderer Lebensort und bietet enorme Chancen. An jeder Schule/Uni in Deutschland gibt es wahrscheinlich Christen. Doch häufig wissen sie gar nicht voneinander. Sie treffen sich, um für ihre Schule, Uni, Lehrer und Mitschüler zu beten. Sie tauschen sich aus über das, was sie erleben und überlegen, wie man sich einmischen und das Klima an der Schule/Uni verändern kann. Sie ermutigen sich gegenseitig und beten für andere.

(Gestaltung: BUB)

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