Von Christine Schäfer (Fachvorstand Physik)

Selbst gebastelt dann gespielt: Der heiße Draht | Foto: Christine Schäfer
Selbst gebastelt dann gespielt: Der heiße Draht.

Am 8. August 2017 war es wieder soweit: 30 Drittklässler erstürmten für drei Tage die Jugenddorf-Christophorusschule Oberurff, um an den Oberurffer Ferienspiele teilzunehmen. Sie waren wissbegierig und neugierig. Der erste Tag stand unter dem Motto „Kunst“, am zweiten Tag wurde in den Fächern Physik und Arbeitslehre gebastelt und experimentiert. Als Fachkräfte waren die Verfasserin, Kai Michel und Jan-Henrik Kechel mit von der Partie.

Mit viel Enthusiasmus „Pressluftrakete“ basteln

Im Bereich Physik waren alle Kinder mit viel Enthusiasmus dabei, eine „Pressluftrakete“ zu basteln. Jedes wollte die Rakete besitzen, mit der es die größte Schleuderweite erzielen konnte. Anschließend malten und klebten die kleinen Experten an einem Papierclown, den sie z.B. auf einem Stift und Finger balancieren ließen. Eigentlich hätte die Figur umfallen müssen, aber überall balancierte der kleine Papierclown, da sein Schwerpunkt durch Einkleben von Centstücken unter die Nase verlagert worden war. In Arbeitslehre wurden aus Draht Knobelspiele gebogen. Eine besondere Herausforderung stellte die Aufgabe dar, aus Draht einen sog. „Heißen Draht“ zu erstellen. Viele ältere Personen kennen dieses Spiel noch aus einer Fernseh-Show. Hier war Teamarbeit gefragt. Somit machten die Drittklässler erste Erfahrungen mit elektrischen Stromkreisen.

Teilnehmer an den Ferienspielen beim CJD Oberurff | Foto: privat
Alle teilnehmenden Kinder mit Kai Michel und der Verfasserin.

Nach zwei Stunden konzentrierter „Arbeit“ konnten sich die Kinder im Sport so richtig austoben, ehe sie sich das leckere Essen im Schloss munden ließen. Nun war kein Mittagsschlaf angesagt, sondern es ging voller Konzentration wieder ran ans Basteln und Experimentieren. Die angefangenen Werke wurden schließlich vollendet. Zum Schluss fand dann noch ein Weitschießen mit den selbst gebastelten Raketen vor dem Kunstgebäude statt. Es gab in der Weite kaum Unterschiede, so dass eigentlich alle Sieger waren.

Beim Weitschießen mit selbstgebastelten Raketen | Foto: Christine Schäfer
Beim Weitschießen mit selbstgebastelten Raketen.

Zufrieden konnte dann jedes Kind sowohl einen Gleichgewichts-Akrobaten, eine Pressluftrakete, ein Draht-Knobelspiel und zum Teil auch das selbst erstellte Spiel „Der heiße Draht“ mit nach Hause nehmen. Es war jedenfalls ein erlebnisreicher Tag, den die „Kleinen“ spielerisch mit dem Fach Physik, verknüpft mit Arbeitslehre, an der Christophorusschule verbrachten. Hoffentlich sehen wir viele von ihnen im Schuljahr 2018/19 in den 5. Klassen unserer Schule wieder.

(Gestaltung: BUB)