Weimarfahrt
Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar.

Die Studienfahrt der Jahrgangsstufe 13 nach Weimar erstreckte sich vom 30. November bis zum 2. Dezember und war vollgepackt mit zahlreichen kulturvermittelnden Einflüssen.

Nach einer verhältnismäßig kurzen Busfahrt, sowie nach Anreise mit mehreren Autos hatten alle Schüler des Jahrgangs die Jugendherberge erreicht. Dort blieb nur noch Zeit, um kurz das Gepäck abzuladen, um anschließend sofort in die Stadt aufzubrechen, wo eine Stadtrundführung auf alle wartete. Dabei teilte sich der Jahrgang in drei Gruppen auf und erhielt jeweils eine private Führung. Von der Statue des Grafen Carl August, zum Weimarer Schloss, zum historischen Friedhof und der Anna-Amalia Bibliothek bis hin zum Schiller und Goethe Wohnhaus wurde alles von außen besichtigt und mit Wissen beleuchtet.

Weihnachtsmarkt in winterlicher Atmosphäre

Zusätzlich wurde die Führung durch den lokalen Weihnachtsmarkt mit einem winterlichen Ambiente versehen. Dieser ermöglichte außerdem nach Beendigung des Rundganges ein umgehendes Aufwärmen durch den Besuch eines Glühweinstandes. Nach einem Abendessen in der Jugendherberge gab es für alle viel Freizeit, welche zu großen Teilen erneut auf dem Weihnachtsmarkt gemeinsam verbracht wurde.

Weimarfahrt
Spontaner Wintereinbruch in Weimar.

Am nächsten Morgen folgte auf das Frühstück der Besuch wichtiger historischer Lokalitäten in Weimar. Das Goethe Haus mit anliegendem Museum bot einen Einblick in das außergewöhnliche Leben des Dichters, seine Fähigkeiten und Leidenschaften als Sammler, sowie sein teilweises gewagtes Liebesleben. Die Verbundenheit des Literaten zu der Stadt wurde mit der Aussage: „Goethe ist Weimar und Weimar ist Goethe“ nur allzu deutlich.

Anna-Amalia-Bibliothek beeindruckte

Besonders beeindruckend war die Anna-Amalia-Bibliothek, bei der sowohl ihr neu erbauter unterirdischer Teil mit einem Bücherwürfel mit über 40.000 Büchern übermäßig beeindruckte, aber auch der historische Rokoko- Saal mit seinen literarischen Schätzen prägte sich in die Gedächtnisse ein. Das Schillerhaus wirkte im Vergleich zu den vorherigen Attraktionspunkten nahezu bescheiden, wurde aber durch die Führung in seiner Bedeutung gestärkt und somit gelang auch Schiller als Teil der Weimarer Geschichte der Einzug in den Kopf der Zuhörenden.

Der zweite Abend in Weimar übertraf zumindest was die winterliche Atmosphäre betraf den Ersteren, indem die Natur sich für Schnee entschied, welcher bis zum nächsten Morgen fiel und den Weihnachtsmarkt in noch schönerem Licht erstrahlen ließ. Der letzte Tag wurde vor allem durch die weiße Schneedecke zum Highlight und bestand im Wesentlichen aus dem Schlendern durch die Stadt, wobei einige jedoch noch einen der Programmpunkte abarbeiten mussten, da am Vortag nicht alle Gruppen fertig geworden waren. Abschließend endete die kurze aber schöne Fahrt für viele wieder im Bus nach Hause und für einige im Auto in Richtung Oberhof.

Text: Mia Viernau | Fotos: Karina Tangri/CJD Oberurff