ERLEBNISBERICHT VON ARIELLA WEIDEMEIER, 10B

Gründung einer Alliance. Foto: privat

Am Donnerstag, den 14. März, war ich mit meiner Klasse, der 10b, und Herrn Schunck und Frau Kollmer in Kassel. Wir haben gemeinsam die interaktive Ausstellung „wetransform“ besucht. Zu finden ist diese noch bis zum 31. März im Fridericianum in Kassel. Wir sind morgens mit dem RE30 nach Kassel gefahren. Um ca. 9.30 Uhr haben wir uns dann alle am Klavier im Bahnhofsgebäude zusammengefunden, wo dann einige kurz spielten.

Das Kunstwerk … nennt sich übrigens „Arschbombe“

Als sich endlich alle am Treffpunkt eingefunden hatten, haben wir mithilfe eines Videos, welches eine aus unserer Klasse zuvor an uns alle verschickt hatte, das Bahnhofsgebäude „besichtigt“. Anschließend sind dann einige zu Burger King gegangen und haben allen Ernstes gegen 10 Uhr bereits Burger gegessen. Diejenigen, die dies nicht taten, warteten vor dem Bahnhofsgebäude. Draußen regnete es und es war sehr windig – also kein ideales Wetter. Frau Kollmer unterhielt sich dann mit uns über den „Himmelsstürmer“, der ein Überrest der documenta 9 ist. Seit 1995, also drei Jahre nach der d9, steht dieses Kunstwerk an seinem heutigen Standort. Ebenfalls unterhielten wir uns über das Sprungbrett, welches auf dem Hotel Reiss befestigt ist. Frau Kollmer und auch Herr Schunck mussten zugeben, dass sie dieses Kunstwerk nie zuvor gesehen hatten, bis einige aus der Klasse sie darauf aufmerksam gemacht hatten. Das Sprungbrett nennt sich übrigens „Arschbombe“.

Als dann alle ihr Essen hatten, machten wir uns auf den Weg zur Ausstellung. Der Weg war zwar nicht weit, aber aufgrund des Wetters meiner Meinung nach ziemlich unerträglich. Es regnete und war stürmisch, kalt und einfach eklig. Aber da wir erst um 11 Uhr in die Ausstellung durften, mussten wir noch einige Zeit draußen verbringen, wo wir dann nach dem „vertikalen Erdkilometer“ auf dem Friedrichsplatz suchen sollten. Ich blieb bei Herrn Schunck und Frau Kollmer, da ich den Standort des Kunstwerks bereits kannte und eigentlich schnurstracks dorthin hätte gehen können. So war es aber ein lustiger Anblick, zusehen zu können, wie alle auf der falschen Seite des Friedrichsplatzes danach suchten. Als jemand dann endlich das Kunstwerk fand, unterhielten wir uns darüber einige Zeit und viele von uns beäugten das Kunstwerk kritisch. War es wirklich ein ganzer Kilometer, den der Künstler in die Erde hatte bohren lassen?

Als wir um 11 Uhr in die Ausstellung durften, bekamen wir eine kleine Einführung. Wir sollten Vereine bilden und uns zusammenfinden. So war mein Verein, der sich bildete, eine Mischung aus drei Gruppen. Gerechtigkeit, gegen Artikel 13 und für Landwirtschaft. Name des Vereins: „Der Verein“. Währenddessen hatte Herr Schunck die ganze Zeit ein Megafon in den Händen und machte dauernd irgendwelche Ansagen. All dies war Teil des Ausstellungskonzeptes. Als wir die erste Phase der Ausstellung abschlossen, durften wir in einen großen Raum. Dort war die richtige Ausstellung. Man hatte die Möglichkeit die Projekte der Künstler zu bearbeiten. Wie anfangs bereits erwähnt, ist diese Ausstellung interaktiv. Jeder trägt hier etwas bei und die Ausstellung ist immer im Wandel. Das, was vorherige Klassen bereits erarbeitet hatten, wurde so als Grundlage genommen. Wir konnten Häkeln und streamten dabei auf der Plattform Twitch mit einer Klasse, die zur selben Zeit in der St. Ursula Schule in Fritzlar ebenfalls häkelten. Leider funktionierte der Stream teilweise nicht allzu gut. Wir konnten also zwei Stunden in der Ausstellung die verschiedenen Projekte bearbeiten. Die Stimmung war an sich ziemlich locker. Für mich persönlich ist dies eher weniger die Art Kunst, die mich anspricht. Allerdings war es mal ein etwas anderer Museumsbesuch, weil wir viel Freiheit in dem Ausstellungsraum hatten.

Am Ende sollten wir auf Englisch, da es ein Ausflug mit unseren Englischlehrern war und die Ausstellung zum Großteil auch auf Englisch war, einen Text darüber schreiben, welches der Ausstellungsstücke wir für eine eigene Ausstellung nehmen würden. Diesen Text gaben wir an Frau Kollmer. Anschließend besprachen wir noch, was wir über die Ausstellung denken. Für den Rest des Tages hatten wir dann Freizeit, als wir um ungefähr 13.15 Uhr das Fridericianum verließen. Das Wetter war immer noch so schrecklich, doch das hielt niemanden so wirklich auf, noch eine ausgiebige Shoppingtour zu veranstalten. Einige wenige fuhren dann mit Herrn Schunck und Frau Kollmer um drei zurück nach Wabern. Ich blieb noch in Kassel und verbrachte dort mit meinem besten Freund den Resttag mit kurzem Ladenbummel und Kino, wo wir uns spontan noch einen Film ansahen. Gegen 18 Uhr fuhren wir dann auch zurück. Das Wetter hatte sich selbst dann nicht geändert, was jedoch den Tag letztlich nicht wirklich ruiniert hatte.

wetransform

(Gestaltung: BUB)