TEXT/FOTOS: MARISE MONIAC, VIDEO/GESTALTUNG: ANDREAS BUBROWSKI

Ein Hoch auf den Ruhestand! Schulleiter Günter Koch (m.) mit dem Ehepaar Erika und Bernd Bick.

Sekt, Geschenke und launig-besinnliche Reden gab es zum Abschluss des ersten Halbjahrs in unserer Schule. Anlass war die Verabschiedung von Studienleiter Bernd Bick, der nach fast 39 Jahren aktiven Berufslebens in den wohlverdienten Ruhestand tritt.

…kannst dich sieben Mal nochmal im Bett umdrehn

In Anwesenheit der Kollegen ließ Schulleiter Günter Koch die letzten Jahrzehnte in Schule und Gesellschaft Revue passieren. Er erinnerte an die großen Umbrüche wie etwa die moderner werdenden (Unterrichts)medien oder die Entwicklung der Computer, aber auch an so manches, das im Laufe der Jahre Bestand gehabt habe. Als Beispiel nannte Koch die Klassenfahrten auf die Insel Borkum. Bei einem dieser bei Insidern berühmt-berüchtigten Aufenthalte hatte Bick nähere Bekanntschaft mit seiner späteren Frau Erika geschlossen, die ebenfalls an der Christophorusschule arbeitete. Das Ehepaar bekam drei Kinder, die inzwischen erwachsen sind.

Gute Stimmung in der Cafeteria.

Bernd Bick glühte für seine Unterrichtsfächer Mathematik und Physik. So hatte er von 1991 bis 2005 die Leitung des Faches Physik inne. Schon bald jedoch setzte er sich als SV-Lehrer auch für die Jugendlichen ein, ein Amt, das er über zwölf Jahre wahrnahm. Von 1995 bis 2004 engagierte er sich als Mitglied der MAV für die Interessen des Kollegiums. Im Jahr 2005 wurde er als Nachfolger von Karl-Wilhelm Losekamp Studienleiter und kümmerte sich fortan um die Belange der Oberstufe.

In den Ruhestand musst du jetzt gehn,

neue freie Zeiten überstehn,

sieben Mal nicht mehr so früh aufstehn,

kannst dich sieben Mal nochmal im Bett umdrehn1.

Die vielfältigen Aufgaben, die mit diesem Amt verbunden sind, bewältigte er kompetent und zuverlässig. „Bei Kurseinwahlen und im Rechenzentrum war Bernd in seinem Element – das hat er alles mit Begeisterung und Bravour gemeistert“, so der Schulleiter. Mit der Funktion verbunden war die Mitgliedschaft in der erweiterten Schulleitung. Als Abschiedsgeschenk überreichte Koch dem zukünftigen Pensionär Reiseliteratur und verschiedene praktische Utensilien für die geplanten Touren im Campingmobil.

„Über sieben Brücken musst du gehn“: Bei der kleinsten Bi“ck“-Band der Welt (v. l. Christoph Heimbucher, Jürgen Haas, Hans Walther Reeh) ging es ums Schlagerraten.

In ihren Grußworten dankten Hans-Uwe Malkus von der Mitarbeitervertretung und Rolf Peiffer, Bicks früherer Mentor und Wegbegleiter, dem scheidenden Kollegen für sein langjähriges Tun. „Bernd hat die Schule geprägt, aber die Schule auch ihn“, sagte Malkus.Zur Auflockerung gab es ein musikalisches Schlager-Raten, das Bernd Bick bravourös löste. Fotos zeigten die optischen Veränderungen im Kollegium während der letzten vier Jahrzehnte, und bei einem Quiz zwischen Jung und Alt bewiesen die „Silberschweife“, dass sie noch gut mithalten können.


Karat, mit Komponist und Sänger Herbert Dreilich – Über sieben Brücken musst du gehn (1978)

Bick bedankte sich bewegt für alle guten Wünsche, wobei er auch früh verstorbene Kollegen erwähnte. „Erfülle deinen Platz, doch räum ihn auch getrost, es fehlt nicht an Ersatz“, war sein überzeugtes Schlusswort.

  1. Von Hans-Uwe Malkus, Adaption von „Über sieben Brücken musst du gehn“ – 1970er Jahre-Hit der DDR-Rockband KARAT, später gecovert von Peter Maffay. (BUB)