Schule

Projekttag: Donner über Musaa, Rauchschwaden im Kuba

Projekte des FB Arbeitslehre: Rauchschwaden im Werkraum | Bild: Andreas Bubrowski/CJD Oberurff
Projekte des FB Arbeitslehre: Rauchschwaden im Werkraum.

Auf dem Weg zum Musischen Saal (Musaa). Dunkle Wolken über dem dahinter liegenden Hang. Grollen setzt ein. Oh, Gewitter in Anmarsch. Das Grollen hört nicht auf. So dunkel ist die Wolke aber gar nicht, dass Blitze unmittelbar bevorstehen. Das Grollen wird sogar immer lauter. Ah, kein Gewitter. Das Grollen kommt aus dem Inneren des Musaa. Musiklehrer Christoph Heimbucher trommelt zum Projekttag mit Schülern.

Am 26. Juni fand der jährliche Projekttag der letzten Schulwoche des Schuljahres statt. Das waren die Themenschwerpunkte:

  • Jg. 5/6: Projekte des FB Musik
  • Jg. 7/8: Projekte des FB Arbeitslehre
  • Jg. 9: Projekt des FB Geschichte: Thema ‚1. Weltkrieg‘
  • Jg. 10: Fahrt nach Buchenwald
  • Jg. 11: Präsentationstraining

Beispielhaft sei auf das Projekt-Angebot der Fachbereiche Musik und Arbeitslehre hingewiesen. Im Musischen Saal konnte man die Ursache des vermeintlichen Donnergrollens bewundern. Hinter vorgehaltender Hand werden solche Projekttage gern mit Augenverdrehen gehandelt. Aber im Musischen Saal verdrehte keiner mehr die Augen. Rund um Christoph Heimbucher kochen förmlich die Schüler einer sechten Klasse. Mittendrin dirigiert und hüpft Heimbucher auf und ab, hin und her. An den Schlaginstrumenten geben die Schüler wiederholt alles. Bei einigen Schülern treten die Halsschlagadern vor Kraftanstrengung hervor. Rote Gesichter. Im Raum herrscht Saunaatmosphäre. Dann auf Kommando die Erlösung. Auf einen Schlag Ruhe. Freudige Erschöpfung auf den Gesichtern. Auch so kann man Achtsamkeit lernen.

Projekte des FB Musik: Christoph Heimbucher heizt Schüler mit Trommeln ein | Bild: Andreas Bubrowski/CJD Oberurff
Projekte des FB Musik: Christoph Heimbucher heizt Schüler mit Trommeln ein.

Szenenwechsel: Werkraum im Kunstbau (Kuba). An den Werkbänken löten Schüler der achten Klasse unter Anleitung von Kai Michel aus entisolierten Kabelresten geometrische Figuren, die dann, ergänzt um Batterien und Leuchtdioden, etwa zu leuchtenden Sternen werden. Hier geht es eher meditativ, also still, zu. Denn ist man unachtsam, kann der Lötkolben schnell abrutschen und eine Brandblase erzeugen. ANDREAS BUBROWSKI

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