Donald Rumsfeld: Volksdichter, Philosoph, Denker
Verlassener Jeep der US-Army
(Foto: PixelQuelle.de)
Es gibt ein – für CJD-Update leider unbezahlbares – Agenturfoto aus den frühen 1980er Jahren. Donald Rumsfeld, bis letzte Woche Verteidigungsminister der USA, zu Besuch in Bagdad, dem Diktator Saddam Hussein die Hand schüttelnd. Damals versuchte er als Lobbyist der Ölindustrie für diese den Zugang zu den irakischen Ölvorkommen zu sichern. Erfolglos. Kurz danach gab es den ersten Irak-Krieg.
Nun ist „Rumsi“ – wie man ihn liebevoll im Volksmund nennt – geschasst. Als einer der Männer, die den vorerst letzten Irak-Krieg vom Zaune gebrochen haben, wird er vielleicht nicht in die Geschichte eingehen wollen (oder gerade – who knows ;-)?). Unbestritten sind hingegen seine Verdienste als Aphoristiker. Die Süddeutsche Zeitung hat am Freitag eine Auswahl klassischer Sentenzen und Gedichte veröffentlicht.
Im Rahmen des rechtlich zulässigen Zitierens hier vier Sentenzen:
Donald Rumsfeld
(Foto: U.S. Department of Defense)
„Ich stehe zu dem, was ich gestern gesagt habe. Ich weiß zwar nicht, was ich gestern gesagt habe, aber ich weiß, was ich denke, und ich denke, das ist es, was ich gesagt habe.“
„Alles, was ich sage und nicht hätte sagen sollen, habe ich nie gesagt. Ich möchte, dass sie das verstehen. Sofort.“
„Wir wissen, wo sie (die irakischen Massenvernichtungswaffen) sind. In der Gegend um Trikrit und Bagdad und östlich, westlich, südlich und etwas nördlich.“
„Wir wissen mit Sicherheit, dass Osama bin Laden entweder in Afghanistan ist oder in einem anderen Land oder tot.“
(Süddeutsche Zeitung, 10. November. Die Printversion ist im Pressearchiv von CJD-Update auf Anfrage verfügbar.) (w.)
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