VON JANNIS KAHL, 7B, JUNIOR-ONLINEREDAKTEUR

Der Fluch des Ra – in Marburg, bei THE KEY, kann man in erst heraufbeschwören, dann wieder los werden. Bildschirmfoto www.the-key-marburg.de

Vor ein paar Wochen erhielt ich per Post eine Einladung zum Geburtstag eines Freundes. Als ich den Umschlag der Einladung öffnete, stand auf der Karte groß: THE KEY. Ich las und fand heraus, dass damit der Marburger Anbieter eines Escape-Rooms gemeint war. Meine Eltern waren schon einmal in einem Escape-Room und erzählten mir davon. Für diejenigen, die das auch nicht kennen: In einem Escape-Room wird man eingeschlossen (natürlich nicht wirklich) und hat eine Zeitvorgabe, in unserem Fall eine Stunde, um Rätsel zu lösen und so wieder zu entkommen.

Escape-Room: auf den ersten Blick absolut leer

Als wir dort ankamen, erfuhren wir mehr: THE KEY (in Marburg) besteht aus zwei Escape-Rooms: Der Fluch des Ra (Ägypten) und ein Room zum Thema Flug zum Mars. Letzterer wird allerdings erst ab 16 oder mit Erwachsenen als Begleiter empfohlen, weshalb wir den Fluch des Ra meistern wollten. Nach einer kurzen Einführung durch den Veranstalter betraten wir den Raum – und waren erst einmal sprachlos. Denn auf den ersten Blick war der Raum absolut leer. Doch wenn man genauer hinsah, fielen einem sogar ziemlich viele „Objekte“ auf. Beispielsweise ein Podest mit einem darauf abgebildeten Labyrinth und einem Spiegel, eine Schalttafel mit neun Tasten, auf denen Schriftzeichen abgebildet waren, genauso wie an der Wand, nur dass dort gefühlt 1000 Zeichen drauf waren. Außerdem gab es dort fünf verschlossene „Fächer“ und drei Statuen, auch mit einem dieser Fächer, und eine geheimnisvolle, verschlossene Tür.

The Key – Real Life Escape Games • Neue Kasseler Straße 1 • 35039 Marburg
✆ 06421 885 9059 • ✉ info | at | the-key-marburg | dot | de

Also fingen wir an. Zunächst waren wir etwas verwirrt, doch wir kamen schnell voran. Während der ersten Aufgaben waren wir immer noch etwas hilflos, doch wenn man erst einmal ein paar Rätsel gelöst hat, kommt man ein bisschen hinter das Schema der Aufgaben und es fallen einem immer verrücktere Dinge ein, die sich überraschenderweise oft bewahrheiten. Wenn wir Aufgaben lösten, bekamen wir manchmal auch mehr Hilfsmittel zur Verfügung. Nachdem wir dann alle Fächer außer das in der Statue öffnen könnten, mussten wir sehen, wie wir diese Tür aufbekamen. Auch diese mussten wir mit einem versteckten Mechanismus öffnen. Als wir die Tür endlich geöffnet hatten, kamen wir – wer hätte es gedacht – in einen zweiten Raum. In diesem befanden sich wieder einige Wandgemälde, an einem hingen zwei seltsame Stäbe, die von noch seltsameren Händen festgehalten wurden. Auch um die Stäbe freizugeben, mussten wir natürlich einige Rätsel lösen, die uns allerdings noch nicht verrieten, wofür diese Stäbe gut sind. Außerdem war dieser Raum die Grabkammer, in der – wie der Name schon sagt – das Grab des Pharaos steht. Vielleicht lässt sich dieses ja mit einem versteckten Mechanismus öffnen…?

Demnächst soll sogar noch ein dritter Escape-Room bei THE KEY gebaut werden, zum Thema Mittelalter. Ich kann jedem den Freizeitspaß Escape-Room nur empfehlen. Aber die Lösungen kann ich leider nicht verraten!