VON TERESA BOETH, KLASSENLEHRERIN

Foto: T. Boeth/CJD Oberurff

Planung: Alles begann mit dem Abriss der alten CJD-Turnhalle. Um die große, neue Turnhalle bauen zu können, bat die Schulleitung jede Klasse darum eien Spendenaktion zu veranstalten, um etwas zur Deckung der Baukosten beizutragen. Unserer Klasse (5e) hat im Winter beschlossen, Geld für unsere Turnhalle zu sammeln. Die Verfasserin eine Benefiz-Wanderung zum Neuenhainer See vor.

Benefizwanderung: Unser Ziel: 1’000 Euro

Training: Im Sportunterricht wurden dann jede Woche etwa vier Kilometer gewandert um für den Lauf zu trainieren. Am Anfang des Trainings, fiel es den Schülern schwer, die vier Kilometer zu schaffen. Doch nach ein paar Wochen klappte es immer besser. Nach ein paar Wochen liefen alle fünf Kilometer schon in zwei Schulstunden. Wir haben auch mit verschieden Kartenarten gelernt wie man eine Karte richtig lesen soll. Andere wichtige Sachen, wie wir uns auf Straßen oder im Wald zu verhalten haben, haben wir auch gelernt. Schließlich sollten die Schüler Verwandte, Nachbarn und Bekannter fragen, ob sie zu einer Spende bereit wären. Wer spenden wollte, konnte entweder etwas pro Kilometer oder eine Gesamtsumme bezahlen. Unser Ziel: 1’000 Euro. Einen Tag vor der Benefizwanderung, haben wir besprochen was alles für unterwegs wichtig ist.

Neuenhainer See

Die Wanderung: Ausgerüstet mit wetterfester Kleidung, Rucksack und Proviant starteten wir um 8.30 Uhr an der Schule in Oberurff. Von dort aus wanderten wir – die Schüler der 5e, Mathematiklehrer Philipp Uta und die Verfasserin – über Niederurff, Römersberg, Zimmersrode und Haarhausen etwa 15 Kilometer zum Neuenhainer See. Am Anfang war das Wandern noch sehr leicht. Allerdings hatten manche Teilnehmer keine festen Schuhe. Für die wurde es dann doch unangenehm, vor allem weil es nass und schlammig war und es bergauf ging. Nach Niederurff ging es sehr steil bergauf. Viele Wege führten uns über schöne Wiese und auch durch einen Fußgängertunnel unter die Autobahn. Wir haben der Reihe nach die Karte gelesen und alle die richtige Richtung gefunden. Einmal sind wir doch in einem Dorf in die falsche Richtung gegangen, haben aber den Fehler beizeiten erkannt. Nach etwa neun Kilometern kamen wir leicht erschöpft in Zimmersrode an. Zum Glück gibt es dort einen Supermarkt, wo sich manche mit Snacks eindeckten. Die letze sechs Kilometer waren ziemlich schnell geschafft.

Foto: T. Boeth/CJD Oberurff

Als wir endlich am Neuenhainer See ankamen, hatten die Eltern der Schüler vor Ort ein leckeren Büffet aufgebaut. Es gab Gemüse, Obst, herzhaftes Essen und mehrere Desserts. Am See gibt es einen schönen Spielplatz. Zwischen einer Insel und dem Sandstrand stehen drei Betonklötze im Wasser, dazwischen eine ungefähr einen Meter breite Lücke. Zuerst sprangen einige Schüler aus Spaß hinüber. Wie sollten wir es schaffen von einem Klotz zum anderen zu springen, ohne ins Wasser zu fallen? Es war eine Art Mutprobe. Fast alle aus der Klasse haben mitgemcht. Alle die mitgemacht haben, haben es auch geschafft, auch wenn manche (wie zum Beispiel ich) zögerten. Die Eltern und die Verfasserin waren stolz auf die Schüler, dass alle die Wanderung geschafft hatten. Keiner hat sich verletzt, niemand hat genörgelt, auch nicht diejenigen, die nasse Füße bekommen hatten. Alles super – bis leider ein Unwetter anfing und alle pitschnass wurden. Doch das dauert nur kur an. Das war ein toller Tag.

Klasse 5e (2018/19). Foto: privat

Die Überraschung: Wir haben nicht 1’000 Euro gesammelt, sondern 2’020 Euro!

(Gestaltung: BUB)