Für die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 der Christophorusschule Oberurff fand am 24.09.2026 der fächerverbindende Projekttag anlässlich des Europäischen Tages der Sprachen statt. Europaweit wird dieser Tag jedes Jahr am 26. September gefeiert, der in diesem Jahr auf einen Samstag fiel und gleichzeitig auf den „Tag der offenen Schule“ in Oberurff. Einem Vorfeiern stand selbstverständlich nichts im Wege. Gerade das diesjährige Motto „Sprachen verbinden“ für einen fächerverbindenden Projekttag in den sprachlich-literarisch und künstlerischen Fächern an einer Schule, die Inklusion auf mehreren Ebenen großschreibt, konnte passender nicht lauten!

Die Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Petra Bayr, gab im Vorfeld des am 26. September begangenen Europäischen Tages der Sprachen folgende Erklärung ab:

„Sprachen verbinden!“, das Motto des Europäischen Tages der Sprachen 2026, erinnert uns daran, dass Sprachen als Brücken zwischen Menschen, Gemeinschaften und Kulturen dienen können. In einer Welt, die oft von Spaltung und Missverständnissen geprägt ist, fördert die Bereitschaft, andere Sprachen zu lernen, zu sprechen und zu schätzen, gegenseitigen Respekt, Empathie und Zusammenarbeit. Europas reiches sprachliches Erbe ist eine seiner größten Stärken. Indem wir das Sprachenlernen in allen Lebensphasen fördern, Regional- und Minderheitensprachen schützen und mehrsprachige Bildung vorantreiben, tragen wir zum Aufbau inklusiverer, geeinigterer und widerstandsfähigerer Gesellschaften bei. Europa spricht mit vielen Stimmen, und jede erlernte Sprache kann neue Perspektiven eröffnen und unser gemeinsames europäisches Bekenntnis zu Demokratie, Menschenrechten und kulturellem Verständnis stärken.

Der Tag in Oberurff begann mit einem gemeinsamen Auftakt im Musischen Saal. Hier gab die Fremdsprachenkoordinatorin Frau Meckbach den Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern einen Überblick über den Ablauf und die Ziele des Projekttages. Im Anschluss ging es in die Projektarbeit. Im Vorfeld hatten sich die Lernenden in sieben unterschiedliche Projekte digital einwählen können. Für alle war etwas dabei: Sprachen konnten mit einem anderen Fach verbunden werden und Schülerinnen und Schüler verbinden, ob zur Vertiefung von Fachinteressen oder auch zum Kennenlernen einer neuen Sprache oder sogar eines neuen Unterrichtsfaches.

Die Wurzeln der europäischen Literatur- und Geistesgeschichte lernten die Schülerinnen und Schüler im Projekt „Die Odyssee“ kennen (Leitung: Herr Bruns und Frau Wiegand). Was sich hinter dem diesjährigen Kino-Hype verbirgt, erfuhren die Projektteilnehmenden zunächst in einem Schüler-Expertenreferat. Sie informierten sich dann selbstgesteuert über digitale Angebote aus Funk und Medien und stellten schließlich Info-Plakate sowie Podcasts zum homerischen Epos und dessen Rezeption her. Mottogetreu ließen Frau Benner und Herr Lang in ihrem Projekt Behind the lyrics mithilfe von einem KI-Tool Songtexte und Lieder jeder Stilrichtung kreieren: „Musik verbindet. Musik spricht jede Sprache. Sie erzählt Geschichten, weckt Gefühle und bringt Menschen zusammen, egal, woher sie kommen oder wie sie sind.“ Eine Kombination aus unterschiedlichen Sprachen und Theater boten Frau Althoff, Herr Quintanilla und Frau Schmitz an. Im Projekt „false friends kreativ umgesetzt“ inszenierten die Schülerinnen und Schüler witzige kurze Szenen, bei denen Kommunikationsprobleme in unterschiedlichen Sprachen zustande kommen. Sprache ist ein Kulturspiegel.

Dies erfuhren die Teilnehmenden des Projekts mit dem aussagekräftigen Titel „Bro, Sprache wandelt sich!“ (Leitung: Herr Gorka-Wenzel und Frau Schelbert), indem sie sich (schau-)spielerisch mit dem Thema Jugendsprache auseinandersetzten, wie diese verbindend wirken kann und sich im Laufe der Jahre auch gewandelt hat. Sprichwörter und Redewendungen aus (fremden) Sprachen verwandelten die Schülerinnen und Schüler in Frau Reimers und Herrn Wilsons Projekt in Bilder. Hierbei entdeckten sie Sprichwörter aus unterschiedlichen Sprachen Europas, versuchten dann, mögliche Entsprechungen in der deutschen Sprache zu finden, deren Ursprung und Sinn aufzudecken und diese sodann allgemeingültig in eine Bildsprache zu über-setzen, also gestalterisch und ästhetisch dazustellen. Im Projekt Notre école unter der Leitung von Frau Kurz und Frau Stöhr drehten die Teilnehmenden ein repräsentatives Schulvideo en version française. Mit dem Projektnamen That’s cool, that’s trash – Pop art meets English konnten die Projektleiter Herr Sala und Herr Schreiber das Interesse vieler 10er gewinnen. Nach einem theoretischen Input zum Thema gestalteten die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Pop Art mit Superheldinnen und Superhelden. Dabei gingen sie aber auch der (englischen) Sprache auf den Grund: Sind im Deutschen verwendete Anglizismen cool oder Trash? Was steckt hinter englischen Redewendungen? Aber auch die Beschäftigung mit linguistischen Themen (z. B. British versus American English, Synonyme und Antonyme) kam hier nicht zu kurz.

Eine Ausstellung der beeindruckenden Produkte erfolgte am darauffolgenden Samstag, dem „Tag der offenen Schule“. Ein ganz besonderer Dank gilt den Schülerinnen und Schülern des Projekts „Die Odyssee“, die bei der Präsentation tatkräftig und professionell unterstützt haben.

Über den Europäischen Tag der Sprachen:

www.coe.int/de/web/portal/26-september-european-day-of-languages

https://edl.ecml.at/de/Home