Drei Tage zwischen Kunst, Mathematik und neuen Eindrücken

Vom 27. bis 29. Januar 2026 fuhren Schülerinnen und Schüler der 13. Jahrgangsstufe im Rahmen einer Exkursion nach München. Teilgenommen haben der Leistungskurs Kunst unter der Leitung von Carolin Honisch, der Leistungskurs Mathematik mit Daniel Klingelhöfer sowie weitere freiwillige Schülerinnen und Schüler, die während der Fahrt als „Freunde“ bezeichnet wurden. Die Exkursion bot die Möglichkeit, Unterrichtsinhalte außerhalb des Klassenzimmers zu vertiefen, bekannte Themen neu zu erleben und
München aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven kennenzulernen.
Einblicke in Kunst und Wissenschaft
Nach der Ankunft in München startete das Programm. Der Mathematik-Leistungskurs verbrachte alle drei Tage im Deutsches Museum, einem der weltweit größten Museen für Naturwissenschaft und Technik. Bereits am ersten Tag nahmen die Schülerinnen und Schüler an Führungen teil, die thematisch einzelne Bereiche des Museums in den Fokus setzten. Viele Exponate zeigen die Anwendung von technischen Entwicklungen und wie diese bis heute unseren Alltag prägen.




Der Kunst-Leistungskurs besuchte am ersten Tag die Alte Pinakothek. Im Mittelpunkt standen Werke aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock. Anhand ausgewählter Gemälde und Plastiken beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit religiöser Bildsprache, Kompositionsformen und der Entwicklung der Perspektive. Besonders interessant war zudem, dass aufgrund der Renovierung der Neuen Pinakothek auch impressionistische Schmuckstücke dort zu sehen waren. Dadurch ergab sich ein spannender Vergleich zwischen strengeren Bildkonzepten früherer Epochen und dem freieren Umgang mit Licht und Farbe im Impressionismus.
Digitale Themen und ein Ausflug ins Umland
Am zweiten Tag setzte der Mathematik-Leistungskurs seine Arbeit im Deutschen Museum fort. Dabei wurden weitere Ausstellungen besucht, die technische Innovationen und naturwissenschaftliche Zusammenhänge thematisierten. Der Kunst-Leistungskurs besuchte an diesem Tag die Pinakothek der Moderne, eines der größten Museen Europas für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Besonders eindrucksvoll war, dass hier mehrere Sammlungen unter einem Dach vereint sind: eben der modernen und zeitgenössischen Kunst mit boten auch die Bereiche Design und Architektur spannende Einblicke. Während im Bereich der Kunst unterschiedliche avantgardistischen Strömungen bis hin zur Gegenwartskunst thematisiert wurden, zeigte der Design-Bereich die Entwicklung von Alltagsgegenständen, Möbeln und Grafikdesign. Der Architekturbereich zeigte die Ausstellung „City in the Cloud – Data on the Ground“, die sich mit Digitalisierung, Datenströmen und deren Einfluss auf Städte
und Gesellschaft auseinandersetzte. Am Nachmittag traf sich die gesamte Gruppe zu einem gemeinsamen Ausflug zum Kloster Andechs. Von Herrsching aus führte eine kurze Wanderung hinauf zum Kloster.












Vor Ort übernahm der Kunst-Leistungskurs die Rolle der Guides und bot dem Mathematik-Leistungskurs kleine, individuell gestaltete Führungen durch die Wallfahrtskirche. Der Innenraum im Rokoko-Stil beeindruckte durch seine üppigen Stuckarbeiten, die Deckenfresken und einem besonderen Detail direkt vor dem Altar: Dort befindet sich ein Mauseloch, das bei Renovierungsarbeiten entdeckt wurde und
bewusst erhalten blieb, sodass die Maus bleiben durfte.
Digitale Kunst und Austausch im Deutschen Museum
Der letzte Tag der Exkursion hielt noch einmal besondere Programmpunkte bereit. Der Kunst-Leistungskurs besuchte die Kunsthalle München und dort die Ausstellung „Digital by Nature“ des Künstlers Miguel Chevalier. Die großformatigen digitalen Installationen verbanden Naturmotive mit moderner Technologie. Bewegte (naturwissenschaftlich begründete) Muster, Projektionen und interaktive Elemente zeigten eindrucksvoll, wie Kunst im digitalen Raum neue Formen annimmt und den Betrachter aktiv einbezieht. Im Deutschen Museum gestaltete der Mathematik-Leistungskurs den letzten Tag
besonders interaktiv. Die Schülerinnen und Schüler stellten sich gegenseitig Exponate vor, die sie während der vorherigen Tage besonders interessant fanden. Dabei ging es nicht nur um fachliche Inhalte, sondern auch darum, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben dem fachlichen Programm spielte auch das gemeinsame Erleben eine wichtige Rolle. In freien Momenten wurden Klassiker wie Dog gespielt. Für besonders viel Bewegung und Überraschung sorgten die Schneeballschlachten, die meist von Herrn Klingelhöfer selbst initiiert wurden und schnell Mitmachende fanden. Ergänzt wurden diese Momente durch tägliche Fotochallenges, bei denen kreative, lustige und manchmal auch unerwartete Bilder entstanden.
Ein gemeinsames Highlight war außerdem ein Abend, an dem alle zusammen in den Augustiner Bräustuben waren. In traditioneller Atmosphäre und mit Live-Musik bot sich hier die Gelegenheit, den Tag ruhig ausklingen zu lassen und die vielen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren zu lassen.
Die Exkursion nach München bot eine gelungene Mischung aus fachlicher Vertiefung, kulturellen Eindrücken und gemeinsamen Erlebnissen. Kunst und Mathematik konnten außerhalb des Unterrichts aus neuen Perspektiven betrachtet werden, während die abwechslungsreichen Programmpunkte für eine durchweg positive und interessierte Stimmung sorgten. Drei intensive Tage, die gezeigt haben, wie bereichernd Lernen außerhalb des Klassenzimmers sein kann.
Text und Bilder: Carolin Honisch/CJD Oberurff
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