VON JUNIOR-ONLINEREDAKTEUR DENNIS RUHWEDEL

Exotisches aus Hamburg: Harrys Hamburger Hafenbasar & Museum. Foto: D. Ruhwedel/CJD Oberurff
Exotisches aus Hamburg: Harrys Hamburger Hafenbasar & Museum. Foto: D. Ruhwedel/CJD Oberurff

Hamburg im Sommer 2019 – In der zweiten Ferienwoche fuhr meine Familie nach Hamburg, da wir dort Bekannte haben. Ich nutzte die Gelegenheit, möglichst viele eher unbekannte Sehenswürdigkeiten von Hamburg zu besuchen. Die „Klassiker“, etwa den Überseehafen, kannte ich ja schon. Außerdem hatte ich vor, möglichst viel über die Geschichte Hamburgs zu lernen.

Hamburg mal anders: Elbtunnel, Rathaus, Elbphilharmonie

Nach unserer Ankunft mussten wir erst mal doch etwas Zeit am Hafen verbringen, da unsere Bekannten noch arbeiten mussten. Kurz nachdem sie gekommen waren, besuchten wir den 1911 eröffneten Elbtunnel. Der Elbtunnel liegt in 12 Metern Tiefe und ist 426 Meter lang. Am Abend gingen wir recht früh schlafen, weil wir sehr erschöpft waren. Am nächsten Morgen waren wir schon ziemlich früh auf den Beinen, so dass wir an der Rathausführung teilnehmen konnten. Die Rathausführung ist ideal, um etwas über die Geschichte der Stadt zu lernen. Das Rathaus besteht aus 647 zum großen Teil prunkvoll ausgestattete Räumen. Einer der schönsten Räume ist der Kaisersaal, in dem der Nord-Ostsee-Kanal eingeweiht wurde. Den Nachmittag verbrachten wir in der Elbphilharmonie.

Rolltreppe zur Elbphilharmonie. Foto: D. Ruhwedel/CJD Oberurff
Rolltreppe zur Elbphilharmonie. Foto: D. Ruhwedel/CJD Oberurff

In der Elbphilharmonie gibt es die längste Rolltreppe Westeuropas und von der Dachterrasse hat man einen guten Überblick über ganz Hamburg. Den Abend verbrachten wir an der ‚Strandperle‘. Die ‚Strandperle‘ ist ein Restaurant an der Elbe. Von dem Restaurant kann man sehr gut beobachten, wie die Schiffe in den Hafen einfahren und ihn wieder verlassen. Außerdem liegt das Restaurant an einem künstlichen Sandstand an der Elbe. An dem darauf folgenden Tag besichtigten wir Harrys Hamburger Hafenbasar & Museum, den kuriosesten Ort der Welt, ein ganz besonderes Museum. Es liegt in der Nähe der Elbphilharmonie. Dort kann man auf einen ganz besondere Art und Weise in fremde Kulturen eintauchen. Den restlichen Tag verbrachten wir dann auf einer Fährrundfahrt auf der Elbe. Am letzten Tag besuchten wir auf dem Rückweg die Gedenkstätte KZ Bergen-Belsen. Dort starb im Frühjahr 1945 an den Folgen der katastrophalen hygienischen Bedingung die Schriftstellerin Anne Frank im Alter von 15 Jahren, nachdem sie 26 Monate versteckt in einem Hinterhaus in Amsterdam und 8 Wochen in Auschwitz-Birkenau überlebt hatte.

Etwas zur Geschichte Hamburgs

Die Geschichte der Stadt Hamburg reicht bis ins achte Jahrhundert zurück. Entstanden ist die Stadt aus einer Befestigungsanlage der Hammaburg. Im Mai 1189 erhielt Hamburg einen Hafenfreibrief von dem Kaiser Friedrich Barbarossa1. Im Mittelalter gewann Hamburg zunehmend an Bedeutung, da es die einzige große Hafenstadt nahe der Nordsee war und von den meisten Zöllen befreit wurde. 1201 wurde Hamburg von dem dänischen König Waldemar II. erobert, konnte Dänemark jedoch 1227 besiegen. Dann wurde Hamburg Mitglied der Hanse, die in der Stadt viele Arbeitsplätze schuf. 1270 wurde Hamburg zum ersten Mal eine Freie Stadt genannt. Besonders profitiert hat die Freie Stadt Hamburg von dem 30jährigen Krieg (1618-1648), denn vor dem Krieg legte sich Hamburg eine sehr teure Festungsanlage zu, die allen Angriffen standhalten konnte. In diesem Krieg verdiente Hamburg viel Geld, indem es Waffen und Munition an alle Kriegsparteien verkaufte. Heute ist die Freie Hansestadt Hamburg eine der wichtigsten Hafenstädte Europas und hat 1,81 Millionen Einwohner.

Hamburg – Elbphilharmonie

  1. Ob das Datum stimmt ist unklar.