Auch das können Ferien sein: Pause von Rundumbespaßung, einmal sich selbst überlassen bleiben, einmal eine Weile nicht über ein hochauflösendes Display gebeugt sein, einmal „herumhängen“ und nichts mit sich anzufangen wissen. Kurz, Langeweile haben.

Kinderpsychologen schreiben der temporären Langeweile besonders vorteilhafte Wirkungen auf die Psyche Heranwachsender zu.

Langeweile inspiriert zu selbständigem Tun

Unter anderen sollen planmäßige, zeitlich begrenzte Langeweile-Phasen zu nichts Geringerem als selbständigem Tun inspirieren. Denn früher oder später wird es dem verwöhntesten Prinzesschen oder dem verhätscheltesten Prinzlein einfach zu blöd – und sie oder er sucht sich eine sinnvoll anmutende Beschäftigung. Etwa seinem Vater gefüllte Stoff-Schweine an den Kopf zu werfen. Zumindestens probieren kann man es mal. ANDREAS BUBROWSKI