Tag der offenen Tür, Januar 2018 | Foto: A. Bubrowski/CJD Oberurff
Tag der offenen Tür, Januar 2018.

Liebe Schulgemeinde, vor gut zehn Tagen hat sich unser Kultusminister Prof. Dr. A. Lorz erneut an die Schulen gewandt und die Perspektivplanung für die kommenden Wochen und Monate skizziert.

Kultusminister Prof. Lorz, Elternbrief vom 21. Januar 2021, HKM Wiesbaden:

„Die täglichen Einschränkungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie zeigen erfreulicherweise erste Wirkungen. Dass die Zahl der Neuinfektionen wieder zurückgeht, hat auch viel mit Ihrem und dem besonnenen Verhalten Ihrer Kinder in der zurückliegenden Zeit zu tun. Mir ist bewusst, was Sie in diesen anstrengenden Tagen leisten. Trotz dieser positiven Entwicklung bewegen sich die Infektionszahlen aber immer noch auf einem zu hohen Niveau. Auch deuten wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hin, dass verschiedene Mutationen deutlich infektiöser sind als das uns bisher bekannte Virus. Umso mehr Vorsicht ist momentan geboten – auch in den Schulen. Deshalb haben die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder gemeinsam mit der Bundeskanzlerin in dieser Woche vereinbart, dass alle geltenden Maßnahmen bis zum 14. Februar 2021 verlängert werden. Über alle Jahrgangsstufen hinweg soll weiterhin so wenig Präsenzunterricht wie möglich stattfinden. Das bedeutet für Ihre Kinder, dass auch in den ersten beiden Februarwochen kein regulärer Schulbetrieb vor Ort stattfinden kann. Das, was aktuell für den Januar gilt, bleibt auch weiterhin bestehen.“

Ich möchte Ihnen im Folgenden die Details gern komprimiert weitergeben. Grundsätzlich sei gesagt, dass diese Gedanken und Ideen immer unter dem Vorbehalt zu sehen sind, dass sich die begonnene Entspannung im Pandemiegeschehen so fortsetzt. Darüber hinaus ist noch zu bedenken, dass derartige landesweite Entscheidungen in Großstädten wie Wiesbaden oder Frankfurt leichter umsetzbar sind als hier bei uns in der ländlichen Region. Dies betrifft neben der schlechten Internetversorgung vor allem den Schülertransport (privater Busverkehr) und auch die Rekrutierung zusätzlicher Vertretungs- und Lehrkräfte (z.B. studentische Hilfskräfte oder Abordnungen aus anderen Schulen). Hier werden wir immer wieder eigene kreative Lösungen finden müssen.

Hier nun die Informationen im Einzelnen:

  1. Bis zum 14. Februar ändert sich nichts Grundlegendes, die Beschulung wird in der derzeitigen Form so fortgesetzt.
  2. Jahrgangsstufen 5 und 6

  3. Ab dem 15. Februar wechseln die Jahrgangsstufen 5 und 6 landesweit in den Wechselunterricht (A – und B- Wochen). Die Kinder sind dann eine Woche in der Schule und eine Woche zu Hause. Für die Zeit zu Hause bekommen sie Aufgaben gestellt, die dann in der Präsenzwoche besprochen und weiterentwickelt werden. Da die Kolleginnen und Kollegen dann durchgehend Präsenzunterricht durchführen, ist ein Homeschooling im Wesentlichen nicht mehr möglich.
  4. Möglichst früh im März wechseln die Klassen 5 und 6 in den eingeschränkten Regelbetrieb. Dies bedeutet, dass die Kinder wieder täglich in Oberurff unterrichtet werden können, wobei hier die bekannten Hygieneregeln zu beachten sein werden.
  5. Jahrgangsstufen 7 bis 12

  6. Ebenfalls möglichst früh im März beginnen die Jahrgangsstufen 7 – 12 mit Wechselunterricht (A- und B-Wochen). Dieses soll so bis zu den Osterferien bleiben.
  7. Abschlussklassen Realschule 10 und Gymnasium 13

  8. Für diese Jahrgänge bleibt es durchgängig bei der bisherigen Regelung des möglichst umfangreichen Präsenzunterrichts unter Einhaltung der bekannten Regeln. Besondere Informationen zu den Abschlussprüfungen erhalten die betroffenen Jahrgänge durch Herrn Heimbucher und Herrn Müller-Maguhn.
  9. Allgemeines

  10. Sämtliche Betriebspraktika sowie mehrtägige Schulfahrten sind zunächst bis zu den Osterferien ausgesetzt. Sollten die Betriebspraktika nicht mehr stattfinden können, werden hierzu Ersatzleistungen festgelegt, über die Sie noch informiert werden.
  11. Leistungsbewertung: Unabhängig von den Unterrichtsformen (Präsenzunterricht, Wechselunterricht, Distanzunterricht) werden alle erbrachten Leistungen gleichwertig bewertet und gehen in die Zeugnisnoten ein. Bis zum 14. Februar finden i. d. R. keine Klassenarbeiten, Klausuren o. ä. statt (Ausnahme: unaufschiebbare Leistungsnachweise für Abschlüsse). Ersatzleistungen sind jedoch nach Absprache jederzeit möglich (z. B. Abgabe schriftlicher Ausarbeitungen, mediengestützte Präsentationen).
  12. Eltern- und Schülergespräche (z.B. zur Notenbegründung) dürfen unter Einhaltung besonderer Vorsichtsmaßnahmen auch vor Ort in der Schule stattfinden.
  13. Die Halbjahreszeugnisse dürfen auch im Verlauf des Februars ausgeteilt werden. In begründeten dringenden Ausnahmefällen (z.B. für Bewerbungen) können Zeugnisse auch postalisch versandt oder in der Schule abgeholt werden.
  14. Bescheinigungen zur Beantragung von Kinderkrankengeld (zuständig: Regierungspräsidium Darmstadt) können über unser Sekretariat angefordert werden.

Den vollständigen Text finden Sie auf der Homepage des Hessischen Kultusministeriums (Schulleiterschreiben und Elternschreiben vom 21. Januar 2021).

Ein besonderes Problem stellt der Bustransfer dar: Knapp die Hälfte unserer Schülerinnen und Schüler kommen mit privaten Bussen (Rasner, Trümner, Marggraf) zu uns. Die Busunternehmen rechnen pro Fahrt ab, unabhängig davon, wie viele Jugendliche in dem Bus sitzen. Dies ist auch nachvollziehbar und richtig, denn die verursachten Kosten (Personal, Betriebskosten,…) sind bei 30 Schülern die gleichen wie bei 50 oder mehr Jugendlichen. In den oben skizzierten Phasen, vor allem im Februar würden jedoch pro Bus durchschnittlich nur 4-6 Schüler sitzen, ab März wären die Busse dann jeweils nur halb besetzt. Die Finanzierung dieses Schülertransports ist damit nicht mehr gesichert und die Sicherstellung damit gefährdet. Wie angekündigt, wurde für den Monat Januar kein Busgeld von den Eltern eingefordert. Für die kommende Zeit werden wir von Monat zu Monat je nach aktueller Situation neu entscheiden müssen und Sie rechtzeitig darüber informieren.

Zum Abschluss noch eine gute Nachricht: Nach einer Wartezeit von fast einem Jahr ist in dieser Woche das erste Bohrgerät in unserem Dorf aufgetaucht. Die letzten 550 m Glasfaserkabel zum Anschluss unserer Schule werden verlegt, so dass wir dann hoffentlich bis zum Sommer die „digitale Provinz“ verlassen und mit neuem Tempo die bevorstehenden Aufgaben bewältigen können.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund Ihr
Günter Koch

(Gestaltung: BUB)