Raum der Stille im ersten Test. Foto: M. Moniac/CJD Oberurff

Bunte Sitzkissen, niedrige Hocker, ein flauschiger Teppichboden und im Hintergrund meditative Musik: Mit einer ganz besonderen Atmosphäre und Ausstrahlung präsentiert sich der neue „Raum der Stille“, den Mitglieder des Religionspädagogischen Arbeitskreises der Christophorusschule Oberurff im ehemaligen Chemie-Hörsaal geschaffen haben.

Konzentrierte Ruhe und Stille

Außerhalb des hektischen, lärmenden Schulalltags entstand hier ein Ruhepol, in dem alle Formen der Erfahrung von Stille und Ruhe gemacht werden können, sei es durch angeleitete Bewegungen und Übungen oder durch schlichtes Schweigen. Auf keinen Fall soll der Raum als Ausweichraum für unterrichtliche Zwecke genutzt werden – an vorderster Stelle steht immer das Anliegen der konzentrierten Ruhe und Stille.
Der Raum der Stille ist nicht an ein religiöses Angebot gebunden, auch wenn er mittels Andachten und Besinnungen auf diese Weise genutzt werden kann. Wenn die Schulgemeinde Abschied von einem Verstorbenen nimmt, dient er als Trauerraum.
Grundsätzlich finden im Raum der Stille andere Erfahrungen als im normalen Unterricht statt. Er kann Formen der Begegnung und des Zusammenseins ermöglichen, in denen Widerstand abgebaut wird. Dazu können Probleme zur Sprache kommen, die bewusst nicht im Rahmen des unterrichtlichen Geschehens erörtert werden sollen. Fast unnötig scheint es zu erwähnen, dass Handy-Klingeln hier nichts verloren hat und Straßenschuhe in einem Nebenraum abgestellt werden müssen. MARISE MONIAC

Flyer zum Raum der Stille (PDF)