Schule

Physik/Optik: Fernrohr-Smartphone-Kopplung

Fernrohr-Smartphone-Kopplung | Bild: Andreas Bubrowski
Einfacher Schülerversuch wird Dank Mia (8a) zur Fernrohr-Smartphone-Kopplung.

Die Simulation eines holländischen (Gallileischen) Fernrohrs mittels optischer Bank, Sammel- und Zerstreuungslinse ist ein fast schon vorsintflutlich einfach anmutender Schülerversuch. Trotz deutlicher Vergrößerung sind entfernte Objekte dennoch nur schwer auszumachen, da die Konstruktion wegen Atmung und Herzschlag recht wackelig ist. Mia (8a) hat daher heute kurzhand ihr Smartphone hinter die Sammellinse fixiert, um dann die Bildvergrößerung in Ruhe analysieren zu können. Oder bildungstheoretisch-modern fomuliert: Mia hat eine Fernrohr-Smartphone-Kopplung erfunden.

Bild des Bildes in Ruhe untersuchen

Der Schülerversuch „Fernrohr“ erfüllt ohne großen Aufwand für Lehrer und Schüler die Lehrplananforderung, mindestens ein optisches Gerät selbst zu bauen. Die Wirkung der Ursache, die Linsen so zu positionieren, dass die Brennpunkte beider Linsen sich überlagern, kann mühelos erkannt und sofort praktisch genutzt werden. Im Physik-Unterricht des CJD Oberurff werden die Schüler dazu beauftragt, vom Schulgelände aus den Oberurffer Kirchturm ins Visier zu nehmen und herauszufinden, was sich oben an der Spitze befindet. Danach ist in einem kurzen Versuchsprotokoll der physikalische Vorgang zu beschreiben und das Kirchturmrätsel zu lösen.

Mit Mias „Fernrohr-Smartphone-Kopplung“ wird der Versuch richtig zeitgemäß und darüber hinaus praktisch-nützlich erweitert. Denn nicht länger muss man sich im Freien entscheiden, was sich auf dem Oberurffer Kirchlein im Winde dreht, sondern kann im wohl temperierten Fachraum das Bild des Bildes in Ruhe untersuchen. ANDREAS BUBROWSKI

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