teaser_meier.jpgBarbara Meier (re.) und
Bundesministerin Schavan.

Foto: jahr-der-mathematik.de

Besonders die Schülerinnen der gegenwärtigen Jahrgangsstufe acht haben eine raffinierte Technik entwickelt, einen kleinen runden Handspiegel so in die Federmappe zu integrieren, dass sie ständig ihr Aussehen checken und mit einem schnellen Handgriff die Apparatur zuklappen können, falls ein Lehrer im Unterricht durch die Reihen gehen sollte. Die Konzentration auf das Make-up statt auf den Unterricht führt immer wieder zu ansonsten ganz unerklärlichen „Black-outs.“

Vielleicht hatte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, diese Schülerinnen als Zielgruppe bevorzugt im Auge, als sie bei der Eröffnungsveranstaltung zum Jahr der Mathematik Barbara Meier als BOTSCHAFTERIN des Wissenschaftsjahres vorstellte. Zur Erinnerung: Barbara Meier ist das Germany’s Next Top Model vom letzten Jahr, für die Mathematik Lieblingsfach war und jetzt Studienfach ist. Das Motto, Sex(y) sells, soll also auch hier wirken.

Wenn es hilft! Zwar ist Intelligenz kein herausragendes Kriterium bei der ansonsten nicht unumstrittene Model-Show. Um so mehr ist Aufmerksamkeit garantiert, wenn sich die vermeintlich „Schönste im ganzen Land“ als Mathematik liebende Top Schülerin entpuppt. Gutes Aussehen und gute schulische Leistung – das kann also ganz gut zusammen passen. Und es ist auch nicht uncool, wenn „frau“ nicht nur für ein attraktives AUSSEN sorgt, sondern auch um eine intelligentes INNEN bemüht ist.

Also, Damen der ACHT! Nehmt euch Barbara Meier ruhig zum Vorbild, wenn es um Mathematik geht ;).

Linksunten:

Auftaktveranstaltung zum Jahr der Mathematik …

(abu)