Jugendsexualität(Foto: PixelQuelle.de)

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) analysiert seit 25 Jahren das Verhalten Jugendlicher beim „ersten Mal“ und wie es danach weiter geht mit ihrem „Sexualleben.“ Die aktuelle Studie wurde gerade der Öffentlichkeit vorgestellt. Es zeigt sich, die Kids von heute sind den Kids von gestern einen Schritt voraus. 71 Prozent der Mädchen und 66 Prozent der Jungen verhüten beim ersten Mal mit Kondom.

Das sah etwa 1980 ganz anders aus. Da kam das Kondom nur bei etwa 30 Prozent der Jugendlichen zum Einsatz. Das erste Mal findet deswegen keineswegs früher statt. Über die Jahre nahezu konstant, haben bei den 14-Jährigen nur etwa 10 Prozent erste Sex-Erfahrungen. Und auch heute noch lassen sich 34 Prozent der Jungen und 27 Prozent der Mädchen mit Sex Zeit bis nach dem 17. Lebensjahr. Diese Zahl war 2001 jedoch deutlich höher, bei über 50 Prozent (Der Link zum Wortlaut der Presseerklärung ist Linksunten).

Zärtliche Geborgenheit und Treue

Zeitgleich gibt es zwei weitere Umfragen zum Thema Liebe. Darin wird festgestellt, dass die Sexualisierung aller Lebensbereiche der Gesellschaft bei jungen Leuten immer weniger als Hype zählt. Vielmehr sehnt man sich nach zärtlicher Geborgenheit und Treue, möchte sich auf den Partner verlassen können. Nicht nur beim Kuscheln.

Yin YangYin und Yang

Eine weitere Studie zeigt aber auch, dass vor allem Jungen vor einer Familiengründung mit Nachwuchs zurückschrecken. Kinder werden als Risikofaktor für sozialen Abstieg und Armut gesehen. Die Mädchen sehen das anders, sind eher bereit, das Risiko einer Familiengründung einzugehen.

Hoffen wir mal, dass sich das erhaltende weibliche Prinzip – YIN – gegen das berechnende männliche Prinzip – YANG – erfolgreich durchsetzt ;-). (w)

Linksunten:

Pressemitteilung des BZgA zur Jugendsexualität