Corona-Kontaktregeln. Symbolfoto. Photo by Alexandre Desane on Unsplash

Seit Montag, 8. März 2021, ist das Leben für viele Menschen etwas einfacher geworden. In den meisten Bundesländern werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, trotz steigender positiver Test, zunächst bis zum 28. März gelockert. So auch in Hessen. Lockerungen gibt es auch im Bereich der privaten Treffen. Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Hausständen außerhalb der eigenen Wohnung treffen. Kinder bis 14 Jahren werden hierbei nicht mitgerechnet.

Kinder bis 14 Jahren bei Corona-Kontaktregeln ausgenommen

Immer wieder taucht in den Corona-Kontaktregeln der Satz auf: „Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.“ So auch bei den Lockerungen im Bereich „Amateur- und Freizeitsport“. Hier heißt es, dass Kinder bis einschließlich 14 Jahren Sport unter freiem Himmel auch in Gruppen treiben dürfen. Für Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahren gilt dies jedoch nicht. Hier gilt: fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen draußen zusammen Sport machen. Viele Jugendliche über 14 fühlen sich nun vernachlässigt, ausgegrenzt und nicht verstanden. Warum dürfen 13 Jährige Fußballspielen und 17 Jährige nicht? Diese Frage stellen sich gerade zahlreiche Jugendliche, die das 14. Lebensjahr schon überschritten haben. Man müsste nochmal 14 oder jünger sein. Dann dürfte man sich draußen mit vielen Freunden treffen. „Es macht doch keinen Unterschied, ob ich 14 oder 15 Jahre bin. Ich habe doch dadurch, dass ich 15 bin, nicht mehr Freunde“, so die 15 Jährige Johanna K. im Interview.

Zahlreiche Jugendliche empfinden sich als Verlierer bei den neuen Bund-Länder-Beschlüssen. Sie wünschen sich eine Gleichstellung zwischen Kindern und Jugendlichen, die vom Alter unabhängig ist. Die Bundesarbeitsgemeinschat Landesjugendämter hat sich zu der Situation von Kindern und Jugendlichen in Corona-Zeiten geäußert und fordert: „Bei allen zukünftigen Entscheidungen zur Pandemieeindämmung, die immer eine Abwägung zwischen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten darstellen, sind die Auswirkungen und Folgen für Kinder und Jugendliche zu reflektieren und gleichberechtigt mit in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen.“ MARVIN FISCHER