DDR: Politische Indoktrination und Manipulation von Kindern und Jugendlichen – typisches Merkmal für totalitäre Gruppen und Systeme.
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Im Herbst 1989, am 7. Oktober, feierte das SED-Unrechtssystems der DDR sein 40jähriges Bestehen. Im Zuge der organisierten Aufmärsche kam es zu spontanen Unmutsäußerungen der Bürger über das realitätsferne Motto der Staatsführung – sinngemäß, „die beste DDR, die wir jemals hatten“. Daraus entwickelten sich landesweit organisierte Proteste, aus denen erst die ersten freien Wahlen hervorgingen, die schließlich zur Wiedervereinigung führten.

Palast der Gespenster – Der letzte Jahrestag der DDR


© arte, verfügbar bis 7. Oktober 20191

Die arte-Dokumentation, anlässlich des Tags der Deutschen Einheit im Programm, lässt uns Zeitzeugen erleben. Sie verzichtet auf das Vermitteln von Geschichtsdeutungen. Viele Schüler haben Verwandte, die 1989 mehr oder weniger dabei waren. Manches, was im Film berichtet wird, klingt befremdlich aktuell. Das kann zum Nachdenken anregen und zum Nachfragen. Letztlich geht es darum, aus der Geschichte zu lernen. Zur Erinnerung: die DDR war der Versuch einer an den Marxismus glaubenden Minderheit, an etwa 17 Millionen Deutschen ihre Utopie vom „neuen Menschen“ umzusetzen. Zahllose Opfer und Zerstörung der Lebensgrundlagen waren das Endergebnis. ANDREAS BUBROWSKI

Quelle: Palast der Gespenster – Der letzte Jahrestag der DDR

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