VON MELISSA KLIPPERT, Gymnasium 5, WEBLOG AG

Die Verfasserin mit … glibbrigen Spielschleim. Foto: BUB

Manche Eltern fragen sich: Was macht mein Kind eigentlich, wenn es plötzlich ohne Smartphone dasteht? Das kann schneller passieren, als man denkt, gerade in den Ferien. Da muss nur ein Elternteil einmal richtig die Nase voll haben, weil der Sohn oder die Tochter gefühlt 24 Stunden am Tag am Handy herumhängt, zwischen Fortnite und Netflix gefangen scheint und vergessen hat, dass man „mal rausgehen“ kann. Handy weg, Spielkonsole weg oder womöglich im heimischen WLAN-Router gleich die entsprechenden Geräte ganz gesperrt. In lockerer Folge geben Junior-Onlineredakteure der WEBLOG AG besorgten Eltern Tipps.

SLIME (Schleim) als Handyersatz?

Es klingt zwar komisch aber: bauen Sie Ihrem Kind ein Schleim-Labor (aber bitte nicht in den Schlafraum stellen). Einen Tisch nehmen, den man nicht mehr braucht und natürlich Stühle. Es gibt auch ein Chemie-Rezept, das schon etwas länger im Internet rumgeht. Man braucht dafür zunächst Bastelkleber. Den findet man im TEDI (TEDI ist ein Bastelladen). Wichtig: der Kleber muss Polyvinylalkohol enthalten und lösungsmittelfrei sein. Wenn das nicht der Fall sein sollte, wird es NICHT das Ergebnis, was man sich wünscht. Man kann auch Peel-off-Masken nehmen. Das findet sich im Drogeriemarkt. Das Ergebnis ist nämlich Slime (engl. ausgesprochen „sleim“). Als Zweites braucht man Natron oder Kaisernatron. Den findet man ebenfalls in einem Drogeriemarkt. Zusätzlich kann man auch Farbe nehmen. Außerdem Rasierschaum und etwas Waschmittel (bewährt haben sich WEISSER RIESE, SPEE und PERSIL). Anstelle von Waschmittel kann man auch Kontaktlinsen-Lösung nehmen, am besten die all-in-one-Lösung (weich). Ich finde persönlich die Kontaktlinsen-Lösung besser, weil es die Haut schont.


MIXING RANDOM THINGS INTO SLIME!!! SATISFYING SLIME VIDEO!! SLIME 2019

Und so geht’s: Gib den Kleber in eine Schüssel, abhängig davon, wie groß der Slime werden soll. Dann gib Natron dazu. Ein halber Teelöffel reicht. Es kommt aber auch darauf an, wie viel Kleber in der Schüssel ist. Danach gib Rasierschaum hinzu. Fünf bis zehn Teelöffel reichen aus. Wenn du einen weichen Slime haben willst, dann gib eher sechs bis zehn Löffel in die Schüssel. Dann musst du die Farbe in die Masse mischen. Das MUSST du aber NICHT machen. Und zu guter Letzt das Waschmittel oder die Kontaktlinsenlösung. Da fängst du aber am besten damit an, mit einem Teelöffel zu dosieren. Dann umrühren und dann merkt man schon, dass die Konsistenz fester wird. Sollte das nicht passieren, hat man was falsch gemacht. Dann muss man immer mehr hinzugeben, bis die Konsistenz knetbar wird. FERTIG! Was nun mit dem Slime machen? Man kann die verrücktesten Sachen formen, seiner gestalterischen Fantasie freien Lauf lassen. Es macht Riesenspaß und – wie am Handy – die Zeit vergeht wie im Flug.

Anmerkung: Kein Spaß ohne „Risiken und Nebenwirkungen“. Manche Vebraucherratgeber raten gar dazu, das Hobby uns Schülern ganz zu verbieten: Finger weg von Schleim! Aber, liebe Eltern, erinnern Sie sich an Ihre Jugend! Was verboten wird, reizt gerade. Das gilt auch heute noch. Auch hibbelige Helikoptereltern können ihr Fluggerät getrost im Hangar lassen. Aber bei der Wahl der Rohstoffe dürfen und sollen Eltern sehr wohl ein wachsames Auge auf das Slime-Treiben werfen: Spielschleim: Borsäure in allen geprüften Slime-Produkten.

(Gestaltung/Teaser: Andreas Bubrowski)