Von Fabian Bonertz (Klasse Gy-10e)
Foto: privat
Wer Chicago besucht, kommt nicht an Hochhäusern vorbei. Weltweit gibt es nirgendwo mehr und bis vor kurzem auch kein höheres. Erst vor wenigen Jahren verlor der Sears Tower die Position als höchster Wolkenkratzer der Welt. Nicht ganz so hoch, dafür aber mit einer viel besseren Aussicht, ist das John Hancock Center oder – wie man in Chicago sagt – „Long John.“ Im 457 m hohen Hancock sind nicht nur Büros untergebracht. Ab der 45. Etage gibt es Apartments mit schier unbeschreiblicher Aussicht, allerdings zu auch unbeschreiblichen Preisen.
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Günstiger (knapp 10 Dollar pro Besuch) und nicht weniger beeindruckend ist der Blick vom 94. Stock Hancock Observatory. Man sieht nicht nur ganz Chicago und weite Teile des Michigansee (der, wenn man es nicht wüsste, von jedem für ein Meer gehalten würde) sondern man kann 4 Staaten sehen und mehr als 200 Meilen (ca. 320 km) weit in die Ferne schauen. Ein Anblick, den man so schnell nicht mehr vergisst. Auch sonst ist Chicago einen Besuch wert. Nicht so lärmend und unfreundlich wie New York oder überfüllt wie Los Angeles. Dafür großzügiger und schöner gelegen. Attraktiv und einladend die kilometerlangen Sandstrände und Dünen am Michigan. Urlaubsfeeling pur!
Auch sonst hat man hier keinen Grund, auf New York neidisch zu sein – schließlich sind die Geschäfte auf der prachtvollen Michigan Ave „Magnificant Mile“ genau so teuer und edel. Sogar die Kriminalitätsrate ist für eine amerikanische Stadt dieser Größe gering! Auch kulturell hat Chicago einiges zu bieten. Vor allem was Jazz und Blues angeht. Beide Musikstile wurden hier entscheidend weiterentwickelt von Künstlern wie Duke Ellington oder Muddy Waters. Und dass selbst die Museen hier schöner, besser und größer als anderswo sind, können nicht nur Illinois Residents bejahen. Eigentlich schade, dass der Aufenthalt in Chicago bald vorbei ist, denn hier gibt es immer noch mehr zu sehen.
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